Carbonfreed-Analyse Gewerbespeicher verdreifachen sich

Quelle: Pressemitteilung 2 min Lesedauer

Batteriespeicher helfen Unternehmen dabei, Energiekosten zu senken, zusätzliche Erlöse zu erzielen und Lastspitzen zu reduzieren. Während private Heimspeicher lange Zeit den deutschen Speichermarkt geprägt haben, nimmt nun auch das Segment der Gewerbespeicher so richtig Fahrt auf. Das zeigt eine Analyse von Carbonfreed, basierend auf Zahlen aus dem Marktstammdatenregister (Abruf der Daten: 19. Oktober 2026).

Von Januar bis einschließlich September 2026 wurden im Marktstammdatenregister insgesamt 473 Gewerbespeicher mit einer Leistung von 135 bis 950 KW gemeldet. (Bild:  stock.adobe.com - arsyi_06)
Von Januar bis einschließlich September 2026 wurden im Marktstammdatenregister insgesamt 473 Gewerbespeicher mit einer Leistung von 135 bis 950 KW gemeldet.
(Bild: stock.adobe.com - arsyi_06)

Von Januar bis einschließlich September 2026 wurden im Marktstammdatenregister insgesamt 473 Gewerbespeicher mit einer Leistung von 135 bis 950 kW gemeldet. Gegenüber dem gleichen Vorjahreszeitraum hat sich die Zahl damit mehr als verdreifacht. In den ersten drei Quartalen gingen 190 Speicher mit einer Leistung von 135 bis 270 kW in Betrieb – gegenüber 70 im Vorjahreszeitraum. In der Leistungsklasse 270 bis 500 kW stieg die Zahl sogar von 24 auf 101. Bei Speichern mit 500 bis 950 kW Leistung waren es 73 Anlagen gegenüber 41 im Vorjahreszeitraum. Zum Vergleich: Auch die Zahl der Großspeicher von 950 kW bis 5 MW ist von 116 auf 299 deutlich gestiegen.

Gewerbespeicher werden mehr und mehr zum Gamechanger

Diese Entwicklung ist für Carbonfreed-Gründer Marko Ibsch keine Überraschung: "Speicher werden für Unternehmen immer mehr zum Gamechanger, wenn es um die Wirtschaftlichkeit ihrer Solaranlage geht. Und diese Entwicklung wird vonseiten der Bundesregierung immer weiter forciert - beispielsweise durch den geplanten Abschied von der festen Einspeisevergütung mit der EEG-Novelle 2027. In den Mittelpunkt rückt dagegen eine stärkere Direktvermarktung sowie eine konsequentere Ausrichtung neuer Anlagen an Markt- und Netzsignalen. Dafür sind Speicher essenziell."

Markt für gewerbliche PV-Anlagen: Talsohle durchschritten?

Gleichzeitig waren in 2026 bisher etwa ein Viertel weniger gewerbliche PV-Anlagen im Marktstammdatenregister gemeldet als 2025. Von Januar bis einschließlich September waren in der Leistungsklasse 135 bis 270 kW 1.748 PV-Anlagen registriert – gegenüber 2.430 im Vorjahreszeitraum. In der Kategorie 270 bis 500 kW Leistung waren es 1.071 statt 1.500 Anlagen. Bei PV-Anlagen mit einer Leistung von 500 bis 950 kW ist die Zahl von 786 auf 629 gesunken.

Ein Blick auf die Quartalszahlen des laufenden Jahres zeigt allerdings, dass die Registrierungen wieder leicht ansteigen. Im dritten Quartal 2026 wurden in allen drei Leistungsklassen von 135 bis 950 kW insgesamt 1.166 gewerbliche PV-Anlagen im Marktstammdatenregister gemeldet - ein Plus von fast 15 % gegenüber dem zweiten Quartal. Besonders stark fiel der Anstieg bei den Gewerbeanlagen von 135 bis 270 kW aus: Hier ist die Zahl von 496 im zweiten Quartal auf 613 im dritten Quartal angewachsen - ein Plus von fast 24 %.

EEG-Novelle und Netzpaket sorgen für Unsicherheit

In der PV-Branche herrscht seit Anfang des Jahres wieder Unsicherheit - vorrangig wegen der von der Bundesregierung geplanten Änderungen des Erneuerbare-Energien-Gesetzes und des Netzpakets, die noch im Bundestags debattiert werden. Eine Verabschiedung der Reformen war ursprünglich für Mitte Oktober vorgesehen, inzwischen werden die Entscheidungen im November erwartet. Sachverständige und Branchenverbände übten bereits deutliche Kritik an den geplanten Neuerungen, vor allem am geplanten Umgang mit Netzengpässen.

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