Netzpaket & EEG-Reform Daten für Erlöse und Abregelungen werden zum entscheidenden Faktor

Quelle: Pressemitteilung 2 min Lesedauer

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Beim BDEW-Kongress im Juni hat sich Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche offen für Alternativen zum geplanten Redispatch-Vorbehalt gezeigt. Im Zentrum der Debatte um das Netzpaket steht die Frage, wie der Ausbau erneuerbarer Energien und der Stromnetze zusammengeführt werden. Unabhängig davon, welches Instrument sich durchsetzt, gewinnt für Betreiber von Wind- und Solarparks ein anderer Faktor an Gewicht: belastbare Daten zu Erlösen und Abregelungen.

Belastbare Daten zu Erlösen und Abregelungen gewinnen für Betreiber von Wind- und Solarparks immer mehr an Bedeutung. (Bild:  node.energy)
Belastbare Daten zu Erlösen und Abregelungen gewinnen für Betreiber von Wind- und Solarparks immer mehr an Bedeutung.
(Bild: node.energy)

Die Erlösmechanik erneuerbarer Anlagen hat sich grundlegend gewandelt. Wo bis vor wenigen Jahren eine staatlich garantierte Vergütung je Kilowattstunde galt, bestimmen seit dem Jahr 2023 in zunehmendem Maße Marktpreise und Netzzustand den Ertrag. Erneuerbare decken inzwischen über 50 % am deutschen Strommix und geben den Takt an den Börsenpreisen vor. 

"Es kommt nicht mehr darauf an, möglichst viele Kilowattstunden zu produzieren, sondern der Wert dieser Kilowattstunden ist ausschlaggebend", sagt Matthias Karger, CEO und Gründer von node.energy. Mit dieser Komplexität steigt das Risiko fehlerhafter Abrechnungen. "Bei Direktvermarktern und Netzbetreibern passieren auch ohne böse Absicht immer wieder Abrechnungsfehler, die einfach bares Geld kosten", so Karger. Node.energy setzt im "opti.node Cockpit" auf ein Erlösmonitoring, das als Schattenabrechnung im Hintergrund auf den realen abrechnungsrelevanten Daten läuft. "Es versetzt den Anlagenbetreiber in die Lage, auch Forderungen geltend zu machen, die ihm ansonsten einfach durchrutschen würden."

Durch das Erfassen abrechnungsrelevanter Daten mit "opti.node Cockpit" können Anlagenbetreiber Forderungen geltend machen, die ihnen sonst entgehen würden.(Bild:  node.energy)
Durch das Erfassen abrechnungsrelevanter Daten mit "opti.node Cockpit" können Anlagenbetreiber Forderungen geltend machen, die ihnen sonst entgehen würden.
(Bild: node.energy)

Besonders sichtbar wird die Datenlücke beim Redispatch. Schaltet ein Netzbetreiber eine Anlage wegen eines Netzengpasses ab, wird keine Kilowattstunde eingespeist und damit auch keine an einem Zähler gemessen. Die zustehende Entschädigung muss eigens ermittelt werden. Genau diese Datenquellen hat node.energy in den vergangenen Jahren erschlossen. Den politisch diskutierten Redispatch-Vorbehalt bewertet Karger kritisch: "Die Diagnose, dass wir auf Systemkosten achten und kosteneffizienter werden müssen, trage ich vollständig mit. Aber die Medizin, die vorgeschlagen wird, nämlich den Ausbau der Erneuerbaren zu drosseln und stattdessen die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern zu konservieren, ist nicht nur falsch, sondern auch total unnötig."

Einfach und einheitlich statt individuell verhandelt

Statt einer Drosselung schlägt node.energy mit "BÜHNE" (Bestandsüberbauung und Hybridisierung am Netzeinspeisepunkt) einen anderen Weg vor. Bestehende Netzanschlüsse sollen über die bereits genehmigte Einspeise- und Bezugsleistung hinaus überbaut werden dürfen, etwa indem ein Windpark um Solarleistung und Batteriespeicher ergänzt wird. Anlagen hinter solchen Anschlüssen blieben vom Redispatch-Vorbehalt ausgenommen, zusätzliche Einzelauflagen entfielen. Node.energy plädiert dabei für einfache, einheitliche Regeln statt individuell verhandelter Vereinbarungen. Eine node.energy-Analyse zeigt, dass sich der Netzanschluss eines Windparks mit gleicher Solarleistung überbauen ließe und dabei nur rund 0,5 % der möglichen Erzeugung abgeregelt werden müssten, vorwiegend in Zeiten niedriger oder negativer Preise.

Grundlage für solche Auswertungen ist ein Datenfundament aus Stammdaten, tagesaktuellen Viertelstundenmesswerten von bundesweit mehreren hundert Messstellenbetreibern, Preisdaten und Redispatch-Daten. Aktuell werden rund 40 GW Anlagenleistung im opti.node Cockpit verwaltet.

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