Turmbau im Windpark "Gomadingen" startet RES realisiert fünf Windenergieanlagen mit 31 MW Leistung

Quelle: Pressemitteilung 3 min Lesedauer

Der Bau des Windparks Gomadingen schreitet voran. Nachdem die Fundamente erfolgreich fertiggestellt wurden, startet nun die Errichtung der Türme der Windenergieanlagen. Der Bauabschnitt ist in zwei Phasen gegliedert. Der erste Schritt erfolgt Ende September mit der unteren Turmhälfte aus Stahlbetonsegmenten, die inklusive Fundament eine Höhe von 92 m erreicht. Diese werden anschließend mit Stahlgliedern verspannt, um eine ausreichende Stabilität zu erhalten. Zudem erfolgen Innenausbauten und -installationen.

Turmerrichtungen sind ein entscheidender Schritt beim Bau eines Windparks.(Bild:  RES)
Turmerrichtungen sind ein entscheidender Schritt beim Bau eines Windparks.
(Bild: RES)

Im Februar 2026 kommt die zweite Turmhälfte aus Stahlelementen hinzu. Die Kombination aus Beton- und Stahlelementen ermöglicht es, die Windenergieanlagen auf eine Gesamthöhe von 169 m zu bauen. RES plant, den Windpark mit einer installierten Gesamtleistung von 31 MW im Sommer 2026 in Betrieb zu nehmen. Rechnerisch erzeugen die Anlagen künftig mit rund 65 Millionen kWh/a genug Strom, um den jährlichen Bedarf von 21.500 Privathaushalten zu decken.

Materialkombination wirtschaftlich sinnvoll

Auf die hohen Türme in Gomadingen wirken bei der Stromerzeugung enorme Kräfte. Das stellt besondere Anforderungen an Material und Statik. Deshalb handelt es sich bei den fünf Windenergieanlagen in Gomadingen um Hybridtürme – der untere Teil besteht aus Beton, die obere Hälfte aus Stahl. Reine Stahlrohrtürme sind bei den vorgesehenen Höhen nicht wirtschaftlich. Die Material- und Wartungskosten wären zu hoch.

Zudem dürfen Stahlrohrtürme im untersten Segment maximal einen Durchmesser von 4,5 m haben – sie passen beim Transport sonst nicht unter Autobahnbrücken. Die Alternative aus Beton besteht aus mehreren Fertigteilen, im Fachjargon als Drittelschalen bezeichnet. Sie werden beim Bau einzeln aufeinandergesetzt und können dadurch einen größeren Turmdurchmesser im unteren Bereich ermöglichen. So haben die Drittelschalen für Gomadingen am Fuß einen Durchmesser von 9 m. Der Durchmesser nimmt mit steigender Höhe ab und misst vor dem Übergang zum Stahlrohr noch 4,5 m. Die Betontürme stellt die Max Bögl Wind AG her, die Stahlsegmente der oberen Turmhälfte stammen von Vestas.

Sicherer und schonender Bau

Der Windpark entsteht in einem Waldgebiet in Gomadingen-Eichberg. Das Areal ist im Flächennutzungsplan der Verwaltungsgemeinschaft Münsingen-Gomadingen-Mehrstetten für Windenergie ausgewiesen. Um die Eingriffe in die Natur so gering wie möglich zu halten, setzt RES auf spezielle Maßnahmen. Beim Erdbau kam beispielsweise überwiegend Material zum Einsatz, das direkt vor Ort gewonnen wurde. Für die Lagerflächen der 81 m langen Rotorblätter sind keine großen Rodungsgebiete, sondern Flächen außerhalb des Waldes vorgesehen. Dort lagern die Blätter zwischen Anlieferung und Montage.

Nächste Schritte beim Bau der Windenergieanlagen

Die Betontürme lassen sich jeweils im September innerhalb von wenigen Tagen aufbauen. Anschließend erfolgt die Vorspannung der Türme. Dabei wird der Beton unter Druckspannung gesetzt. Das macht den Turm später tragfähig und langlebig. Bis Ende des Jahres plant RES, die Netzanbindung an das in unmittelbarer Nähe zum Windpark im Bau befindliche Umspannwerk und die Inneneinrichtung der Türme fertigzustellen. Im ersten Quartal 2026 folgt die Stahlturmerrichtung und die Lieferung der Rotorblätter. Der Bau dauert dann noch wenige Monate, bis der Windpark im Sommer 2026 ans Netz gehen kann. Längere Straßensperrungen oder Verkehrsumleitungen wird es während der Bauphase nicht geben.

RES arbeitet daran, den Menschen vor Ort den entstehenden Windpark näherzubringen. Das Regierungspräsidium Tübingen begleitet das Projekt auf seinen Kommunikationskanälen mit multimedialen Beiträgen, etwa in Form von Artikeln, Fotos oder Videos. Sie zeigen beispielhaft, welche Schritte notwendig sind, bis ein Windpark Energie erzeugen kann. So ist in Abstimmung mit RES bereits ein Social-Media-Video zum Fundamentbau entstanden.

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