Windenergieanlagen Windpark Gomadingen geht in die nächste Bauphase

Quelle: Pressemitteilung 2 min Lesedauer

Der Windpark Gomadingen nimmt weiter Gestalt an. Das Erneuerbare-Energien-Unternehmen RES verantwortet Planung und Umsetzung des Projekts. Nachdem der Bau des Umspannwerks im Frühjahr gestartet ist, beginnt nun der Fundamentbau für die fünf Windenergieanlagen. Diese werden künftig rund 65 Millionen kWh Strom pro Jahr erzeugen. Das entspricht rechnerisch dem Jahresstrombedarf von rund 21.500 Haushalten. 

Im Sommer 2026 sollen im Windpark Godmadingen Anlagen mit 31 MW Leistung ans Netz gehen.(Bild: RES)
Im Sommer 2026 sollen im Windpark Godmadingen Anlagen mit 31 MW Leistung ans Netz gehen.
(Bild: RES)

Die Anlieferung und Montage der Großkomponenten wie Stahlturmsegmente und Rotorblätter soll im kommenden Jahr erfolgen. Die unteren Betonturmsegmente will RES noch in diesem Jahr errichten. Mit einer installierten Gesamtleistung von 31 MW gehen die Anlagen planmäßig im Sommer 2026 in Betrieb. Der Windpark entsteht im Bereich Gomadingen-Eichberg. Dieses Gebiet ist im Flächennutzungsplan der Verwaltungsgemeinschaft Münsingen-Gomadingen-Mehrstetten für die Windenergienutzung ausgewiesen. „Mit dem Start des Fundamentbaus erreichen wir einen Meilenstein im Projektverlauf“, so Sven Teweis, Projektleiter Bau bei RES. „Die geplante Inbetriebnahme im kommenden Jahr rückt damit ein Stück näher.“

Ressourcenschonende Bauweise

Jede der Windenergieanlagen vom Typ "Vestas V162" erhält ein rund 24,5 m breites Flachfundament mit bis zu 2,9 m Höhe. Die Bauzeit je Fundament beträgt rund zwei Wochen, danach folgt eine vierwöchige Aushärtungsphase. Die Flachfundamente entstehen auf tragfähigem Kalkgestein. Für die Schotterarbeiten nutzt das Bauteam überwiegend Material, das vor Ort gewonnen wurde. Auch die Aushubböden kommen weitgehend innerhalb des Projektgebiets erneut zum Einsatz. 

Durch den Projektstandort im Wald werden besondere logistische Maßnahmen umgesetzt, um die Rodungsflächen zu minimieren. Etwa bei der Anlieferung der Großkomponenten: Die Blattlagerflächen wurden, soweit möglich, gezielt außerhalb des Waldes geplant. Von dort werden die Rotorblätter just in time bei Bedarf zu den Windenergieanlagen transportiert.

Geophysikalische Untersuchungen und Baugrunderkundung

Der Windpark entsteht in einem dafür ausgewiesenen Gebiet. Im Vorfeld der Bauarbeiten wurden geotechnische Untersuchungen durchgeführt, um den Baugrund detailliert zu analysieren. Dazu zählen geoelektrische und seismische Messungen, die einen Zugang zu tief liegenden Schichten ermöglichen, sowie Bohrungen bis 20 m Tiefe. Sie liefern wichtige Informationen über die Beschaffenheit des Untergrunds – insbesondere bei Standorten mit geologisch komplexen Strukturen. 

In Gomadingen besteht der Untergrund überwiegend aus Kalkstein, in dem es zu sogenannten Verkarstungen kommen kann. Diese natürlichen Hohlräume im Gestein – wie Höhlen, Dolinen oder Klüfte – gilt es bei der Fundamentplanung zu berücksichtigen, um die Standfestigkeit der Anlagen langfristig zu sichern. Bereits in der Planungsphase wurden die Standorte, Zuwegung und Netztrasse so ausgelegt, dass Eingriffe in empfindliche Bereiche vermieden werden. Daher liegt die Netztrasse außerhalb der besonders geschützten Wasserschutzzone II. Verschiedene Fachfirmen haben den intensiven Planungsprozess begleitet. Am Bau beteiligt sind unter anderem die Max Wild GmbH (Erd- und Wegebau) sowie die Max Bögl Wind AG (Fundamentbau). 

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