Die Biogasgenossenschaft Cooperativa della Bassa Bergamasca betreibt im italienischen Romano di Lombardia eine 600-kW-Biogasanlage, die seit 2015 Strom aus Gülle, Geflügelmist und Silage erzeugt. Als der bisherige Feststoffdosierer das Ende seiner Betriebsdauer erreichte, nutzte Anlagenleiter Cristian Ambrosini die Gelegenheit zur Neuausrichtung, um seit April 2025 auf die Mixxpump von Vogelsang zu vertrauen.
Die „Mixxpump“ von Vogelsang im Einsatz.
(Bild: Vogelsang)
In einer Biogasanlage, die täglich Gülle, Geflügelmist und Silage verarbeitet, kommt es auf eine zuverlässige Aufbereitung der Substrate und eine robuste Fördertechnik an. Denn die Inputstoffe können für Verstopfungen und hohen Verschleiß der Anlagenkomponenten sorgen und Betriebsunterbrechungen hervorrufen.
Eine reibungslos funktionierende Technik und eine passgenaue Substrataufbereitung spielen daher auch für Ambrosini eine zentrale Rolle. Für die Biogasgenossenschaft Cooperativa della Bassa Bergamasca betreibt er als Anlagenleiter im norditalienischen Romano di Lombardia die Biogasanlage mit einer elektrischen Leistung von 600 kW. "Hohe Wartungs- und Servicefreundlichkeit sind entscheidende Faktoren für die Effizienz und Wirtschaftlichkeit unserer Biogasanlage", betont er. Der erzeugte Strom wird anschließend ins öffentliche Netz eingespeist.
Fasrige Inputstoffe fordern Anlagentechnik
Der Anlagenleiter weiß, wovon er spricht. Denn Rindergülle und Geflügelmist sind fremdstoffbelastet und faserig. Damit stellen sie hohe Anforderungen an die Anlagentechnik. So benötigt beispielsweise Geflügel für die Zerkleinerung und bessere Verdauung der Nahrung zusätzliche Futtermittel wie etwa Grit – eine Mischung aus Magenkiesel, Austernschalen und Seemuscheln. Zusammen mit Sand und anderen Grobstoffen ist Geflügelmist deshalb sehr abrasiv. Das führt zu erhöhtem Verschleiß an allen Komponenten, die mit dem Input in Kontakt kommen. Dies zeigte sich auch am Flüssigfütterungssystem, das die Biogasgenossenschaft zunächst in ihrer Anlage installiert hatte: Der Stator wies schon nach kurzer Zeit Verschleißerscheinungen auf, die Maschine neigte zu Verstopfungen durch Steine und Fremdkörper. Auch gestaltete sich die Reinigung aufwendig.
Ein weiterer Kritikpunkt betraf die Sicherheit. Der Wartungszugang der alten Maschine war eng und schlecht einsehbar. Mitarbeiter, die Steine und Fremdkörper entfernen wollten, mussten mit der Hand in nicht einsehbare Bereiche greifen und verletzten sich dabei mitunter an scharfen Kanten. Als schließlich das Anmaischsystem das Ende seiner Betriebsdauer erreichte, stand für Anlagenleiter Ambrosini der Wechsel auf einen neuen Feststoffdosierer fest.
Mixxpump macht Teilewechsel überflüssig
Im Zuge dessen informierte sich Ambrosini genauer über die Mixxpump. Das Servicekonzept des Feststoffdosierers und die Verschleißkompensation durch Nachstellen der Förderelemente haben ihn überzeugt. Auf den Markt hatte Vogelsang den kompakt konstruierten Dosierer 2025 gebracht. Seither lässt sich die Mixxpump aufgrund ihrer flachen Bauweise einfach in bestehende Anlagen integrieren.
Die konische Exzenterschneckenpumpe „Hicone“ ist das zentrale Element der Mixxpump.
(Bild: Vogelsang)
In Betrieb vermischt das Flüssigfütterungssystem eine flüssige Phase mit den Feststoffen und fördert die entstandene Suspension zuverlässig in den Fermenter. Das zentrale Element ist hierbei die Exzenterschneckenpumpe „Hicone“. Ihre konische Rotor-Stator-Geometrie ermöglicht es, Verschleiß an den Förderelementen durch formgenaues Nachstellen auszugleichen. Dadurch entfallen kosten- und zeitintensive Teilewechsel. Sollte nach längerer Betriebsdauer doch ein Austausch von Rotor und Stator erforderlich werden, erleichtert das „Quickservice“-Konzept von Vogelsang den Wechsel: Stator und Rotor können ohne Demontage der Rohrleitungen ausgeschwenkt und in kurzer Zeit ersetzt werden. Damit läuft die Fütterung des Fermenters nahezu ohne Unterbrechung weiter, was für einen stabilen Vergärungsprozess und gleichbleibend hohen Gasertrag sorgt. Dank einer Zustandsanzeige ist zudem der Teilwechsel vorausschauend planbar.
Dieses Wartungskonzept überzeugte auch Ambrosini. Dass die Genossenschaft bereits an anderen Standorten Maschinen von Vogelsang einsetzt, darunter Drehkolbenpumpen und „Rotacut“-Zerkleinerer, begünstigte seine Entscheidung zusätzlich. Denn die Erfahrungen mit der Produktqualität und Ersatzteilversorgung waren durchweg positiv.
Stand: 16.12.2025
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Von der Testphase zum langfristigen Einsatz
Mit der Entscheidung für die Mixxpump gehörte Cooperativa della Bassa Bergamasca im April 2025 zu den ersten Anwendern, die den Feststoffdosierer unter realen Betriebsbedingungen testeten. Im Zuge dieser Erprobungsphase nahm Vogelsang nach Ambrosinis Rückmeldungen noch Verbesserungen vor und vergrößerte beispielsweise die Wartungsklappe zum Entfernen von Steinen und weiteren Störstoffen. Nach dem Tausch des Prototyps durch eine optimierte Version der Mixxpump läuft diese heute zur vollen Zufriedenheit von Ambrosini.
Die Hicone ermöglicht es, Verschleiß an den Förderelementen durch formgenaues Nachstellen auszugleichen.
(Bild: Vogelsang)
Der aktuelle Status lautet: Bisher musste der Stator noch nicht nachgestellt werden. Anders als beim Vorgängergerät traten keine Verstopfungen auf. Dabei konnte der Anlagenleiter die Eintragsleistung erhöhen und so die Laufzeiten der Feststoffdosierung verkürzen. Zudem ermöglicht es die Sperrkammererweiterung – ein Behälter mit Schauglas und Manometer –, die Gleitringdichtung visuell zu überwachen. Sobald Veränderungen erkennbar sind, lässt sich ein drohendes Dichtungsproblem identifizieren und beheben, bevor es zu einem Ausfall kommt. Die reaktionsschnelle Handlungsmöglichkeit verhindert ungeplante Ausfälle. „Steine und Schwergut, die sich abgesetzt haben, können einfach entnommen werden. Die Wartung ist sicher und der Zugriff auf die Förderelemente ausreichend groß dimensioniert. Das Nachstellkonzept der Hicone als Kernstück des Feststoffdosierers ist ein echter Fortschritt“, zieht Ambrosini ein erstes Fazit. So ist der nächste Schritt auch schon beschlossen: Ein Vogelsang-Nasszerkleinerer der Rotacut-Reihe soll demnächst die bisherige Zerkleinerungseinheit ersetzen und die Substrataufbereitung weiter optimieren.