Quer durch München SuperLink: Das längste supraleitende Energiekabel der Welt geht in Betrieb

Verantwortliche:r Redakteur:in: Konstantin Pfliegl 1 min Lesedauer

Mit dem Einschalten des Supraleiterkabelsystems in München fließt nun erstmals Strom durch das Projekt SuperLink - des bald längsten supraleitenden Stromkabels der Welt.

(Bild:  NKT)
(Bild: NKT)

Mit einer sogenannten Supraleitung lassen sich große Mengen elektrischer Energie nahezu verlustfrei transportieren. Die Technik basiert auf der Grundlagenforschung des deutschen Physikers Dr. Johannes Georg Bednorz, der 1987 für die Entdeckung der Hochtemperatursupraleitung gemeinsam mit dem Schweizer Karl Alexander Müller den Physiknobelpreis erhielt. In München fliest nun mit dem Projekt SuperLink erstmals Strom durch ein 110.000-Volt-Supraleiter-Testsystem –  dem längste Supraleiter-Kabel der Welt.

An der Technik wird in vielen Ländern geforscht. Denn, über die Anforderungen der Energiewende in Deutschland hinaus, besteht in allen Industrieländern der Bedarf zusätzlicher Energietransporte in Ballungsräume und zu Industriezentren. Supraleiter verbessern darüber hinaus die Nachhaltigkeit der Stromversorgung. Sie können zum einen mehr Strom transportieren, wodurch geringere Leitungstrassen notwendig sind. Zum anderen entfallen Leitungsverluste, was zu einer deutlich verbesserten Effizienz und geringeren CO2-Emissionen führt.

Projekt SuperLink: In München fliest nun im Umspannwerk Menzing erstmals Strom durch den bald längsten Supraleiter der Welt.(Bild:  NKT)
Projekt SuperLink: In München fliest nun im Umspannwerk Menzing erstmals Strom durch den bald längsten Supraleiter der Welt.
(Bild: NKT)

Projekt SuperLink: Supraleiter durch die Stadt München

Der Prototyp wurde erfolgreich im Hauptumspannwerk Menzing der Stadtwerke München (SWM) in Betrieb genommen – als der weltweit erste Hochspannungs-Supraleiter, der alle Komponenten enthält, die für eine Langstreckenverlegung innerhalb einer Großstadt sowie über Land erforderlich sind. Entwickelt wurde das Projekt vom Netzbetreiber SWM Infrastruktur gemeinsam mit den Unternehmen NKT , Theva und Linde sowie dem Karlsruher Institut für Technologie (KIT) und der Fachhochschule Südwestfalen.

„Wir wollen eine rund 15 Kilometer lange Hochspannungsleitung zwischen unserem Hauptumspannwerk Menzing und dem Energiestandort Süd in Sendling realisieren“, so Helge-Uve Braun, Technischer Geschäftsführer der SWM. Mit dieser innovativen Leitung werde das Stromnetz der SWM Infrastruktur noch zukunftsfähiger und sein Betrieb noch klimaschonender. „Diese Innovation wird weit über Münchens Stadtgrenzen hinaus dazu beitragen, Stromnetze noch effizienter, stabiler und klimaschonender zu machen.“

Die laufenden Tests des supraleitenden Hochspannungs-Kabelsystems werden voraussichtlich im weiten Quartal 2025 abgeschlossen sein.

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung