Aktuelle Statistik Stromversorgung in Deutschland zählt weiterhin zu den zuverlässigsten weltweit

Verantwortliche:r Redakteur:in: Konstantin Pfliegl 2 min Lesedauer

Die Stromversorgung in Deutschland zählte auch 2023 zu einer der stabilsten der Welt. Jeder Verbraucher wurde zu etwa 99,997 Prozent mit Strom versorgt.

(Bild:  Andreas Gruhl / Adobe Stock)
(Bild: Andreas Gruhl / Adobe Stock)

Die neue Störungs- und Verfügbarkeitsstatistik des Forums Netztechnik/Netzbetrieb im Verband der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik (VDE FNN) bestätigt, dass die Stromversorgung in Deutschland auch im vergangenen Jahr zu einer der stabilsten der Welt zählt. Jeder Verbraucher war zu etwa 99,997 Prozent mit Strom versorgt –  das entspricht durchschnittlichen Unterbrechungsdauer von 13,7 Minuten pro Jahr. Zum Vergleich: Im Jahr 2022 lag die Unterbrechungsdauer bei 11,8 Minuten und lediglich rund zwei Minuten unter dem Wert für 2023. Zugrunde liegen der Statistik umfassende Daten der Netzbetreiber.

Hohe Zuverlässigkeit der Stromversorgung: Vor allem Wetterereignisse sorgten im Jahr 2023 für Unterbrechungen.(Bild:  VDE FNN)
Hohe Zuverlässigkeit der Stromversorgung: Vor allem Wetterereignisse sorgten im Jahr 2023 für Unterbrechungen.
(Bild: VDE FNN)

Gründe für eine Unterbrechung der Stromversorgung

Ein Grund für Störungen ist die seit 2020 generell hohe Bautätigkeit sowohl im Straßenbau als auch im Breitbandausbau, die immer wieder zu Schäden an Stromkabeln führt. Die Anzahl der Unterbrechungen pro Kunde lag 2023 bei 0,34 (2022: 0,25). Das bedeutet, dass jeder Kunde im Schnitt lediglich einmal alle drei Jahre von einer Störung betroffen ist. Darin sind Unterbrechungen durch höhere Gewalt und geplante Abschaltungen nicht enthalten.

Höhere Gewalt führte im vergangenen Jahr zu Unterbrechungen von 4,3 Minuten. Dazu zählten beispielsweise lokale Auswirkungen der Orkane Ronson, Denis und Zoltan oder das Schneetief Robin. Geplante Abschaltungen schlugen auf gleichbleibend niedrigem Niveau mit rund fünf Minuten zu Buche.

Stromversorgung im weltweiten Vergleich: Lediglich in Südkorea und in Japan ist das Stromnetz noch stabiler.(Bild:  VDE FNN)
Stromversorgung im weltweiten Vergleich: Lediglich in Südkorea und in Japan ist das Stromnetz noch stabiler.
(Bild: VDE FNN)

Erneuerbare Energien erfordern Eingriff für Netzstabilität

Die erneuerbaren Energien hatten 2023 einen Anteil von 55 Prozent (2022: 48,42 Prozent) an der Gesamteinspeisung. Durch den Umbau des Energiesystems auf erneuerbare Energien nimmt die Netzauslastung zu und der Netzbetrieb wird anspruchsvoller. Dadurch werden immer häufiger netzbezogene Maßnahmen notwendig, um den sicheren Netz- und Systembetrieb aufrechtzuerhalten. Dazu zählen beispielsweise Schalthandlungen sowie marktbezogene Maßnahmen wie beispielsweise der Einsatz von Regelenergie zum Ausgleich von Leistungsschwankungen oder der Einsatz von Kraftwerken. 

Die Aufwendungen dafür steigen seit einigen Jahren. Insgesamt konnten 2023 nach den Zahlen der Bundesnetzagentur rund 34.000 Gigawattstunden Strom von Erzeugungsanlagen nicht wie geplant eingespeist werden. Somit wurden über 96 Prozent der erneuerbaren Erzeugung in das System aufgenommen.

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