Fünf beteiligte Länder Südlicher Wasserstoff-Korridor soll H2-Hochlauf in Deutschland nach vorn bringen

Verantwortliche:r Redakteur:in: Konstantin Pfliegl 1 min Lesedauer

Es soll eines der größten und bedeutendsten erneuerbaren Energieprojekte unserer Zeit werden: der südliche Wasserstoff-Korridor. Nun unterzeichneten fünf Länder eine Absichtserklärung.

(Bild:  Taskmanager / Adobe Stock)
(Bild: Taskmanager / Adobe Stock)

Der südliche Wasserstoff-Korridor soll künftig eine direkte, aus fünf Teilprojekten bestehende, Leitungsverbindung zwischen Nordafrika und Italien, Österreich und Deutschland für gasförmigen Wasserstoff herstellen. Er wird eine Länge von circa 3500 bis 4000 Kilometer haben. Der europäische Teil des Südkorridors soll nach aktueller Planung der Fernnetzbetreiber eine Länge von 3250 Kilometer haben und zu 60 bis 70 Prozent aus umgerüsteten Erdgaspipelines bestehen. Dadurch könnten bis zu 163 TWh/Jahr erneuerbaren Wasserstoff nach Europa und 55 TWh nach Deutschland transportiert werden.

Im Rahmen der ersten Ministerkonferenz für den südlichen  Wasserstoff-Korridor, wurde am Dienstag in Rom durch Deutschland, Algerien,  Italien, Österreich und Tunesien eine Absichtserklärung zur  Entwicklung des Korridors unterzeichnet.

Projekt zur Einhaltung der Klimaziele

Die Absichtserklärung unterstreicht die zentrale Rolle des südlichen Wasserstoff-Korridors bei der Verbindung der erneuerbaren H2-Produktion in Nordafrika mit den Nachfragezentren in der Europäischen Union. Durch Investitionsförderung, Kapazitätsaufbau und die Harmonisierung staatlicher Anstrengungen streben die Unterzeichner  an, eine robuste Wasserstoff-Wertschöpfungskette aufzubauen, die lokale Wertschöpfung, Arbeitsplätze und nachhaltige Energieentwicklung gewährleistet. Die Initiative soll ein Grundpfeiler der europäischen Energiesicherheits- und Dekarbonisierungs-Strategie werden.

„Der südliche Wasserstoffkorridor ist eines der größten und bedeutendsten erneuerbaren Energieprojekte unserer Zeit“, erklärt Dr. Philip Nimmermann, Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz. Er vertrat Deutschland bei der Unterzeichnung der Absichtserklärung.

„Heute stärken wir mit der gemeinsamen Absichtserklärung diese neue Brücke zwischen Nordafrika und Europa. Wir können damit das immense Potenzial Nordafrikas für erneuerbare Energien nutzen, den Wasserstoffhochlauf auch in Deutschland nach vorn bringen und die Klimaziele der EU unterstützen.“ Deutsche Unternehmen könnten dabei wichtiger Partner sein und Algerien und Tunesien dabei unterstützen, die lokale Wirtschaft zu diversifizieren, zukunftsfest zu machen und neue Arbeitsplätze zu schaffen.

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