Umwidmung Erdgasleitung Hamburger Energienetze ertüchtigen Kattwyk-Düker für Wasserstoffbetrieb

Von 1 min Lesedauer

Der Aufbau des Hamburger Wasserstoff-Industrie-Netzes "HH-WIN" schreitet zügig voran. Nach dem Betriebsstart der Leitungsabschnitte südlich der Elbe im Jahr 2027 soll hier grünes Gas die Süderelbe queren. Deshalb reinigen und prüfen die Hamburger Energienetze in der Nähe der Kattwyk-Brücke eine bestehende Erdgasleitung. Sie verläuft rund 5 m unter dem Flussgrund der Süderelbe. Der sogenannte Düker besteht aus betonummantelten Stahlleitungen, von denen eine Erdgas transportiert und die andere künftig für Wasserstoff genutzt werden soll. 

Leitungsprüfung an der Kattwyk-Brücke: Hier quert eine Gasleitung die Süderelbe, die nun mit Spezialgerät gereinigt und geprüft wurde.(Bild: Hamburger Energienetze)
Leitungsprüfung an der Kattwyk-Brücke: Hier quert eine Gasleitung die Süderelbe, die nun mit Spezialgerät gereinigt und geprüft wurde.
(Bild: Hamburger Energienetze)

Mit der Süderelbe-Querung erreicht das Wasserstoffnetz HH-WIN von Moorburg aus die Elbinsel Hohe Schaar, auf der weitere Industrieunternehmen sowie ein geplantes Wasserstoff-Importterminal liegen. Ein Spezialunternehmen hat jetzt die rund 450 m lange Düker-Leitung zunächst gereinigt und dann hinsichtlich Zustand und Materialbeschaffenheit eingehend überprüft.

Hightech-Sonden zur Leitungsprüfung

Um den Kattwyk-Düker zu reinigen und zu überprüfen, schicken die Hamburger Energienetze sogenannte Molche durch die Leitung. Druckluft treibt die länglichen Geräte durch die rund 30 cm starken Stahlrohre. Zunächst kam ein etwa 4 m langer Reinigungsmolch zum Einsatz, der die Rohrinnenwände von Staubablagerungen und anderen Rückständen befreite. Anschließend folgten zwei Messmolche: Der erste – mit Ultraschallsensortechnik ausgerüstet – liefert ein hochpräzises elektronisches Bild von den Wandstärken des Stahls. Ein zweiter mit Hightech-Sensoren bestückter Molch gibt mit Magnetresonanztechnik Aufschluss über den Korrosionszustand und Materialbeschaffenheit der Leistungen.

In die Maßnahme haben die Hamburger Energienetze auch den Rohrstrang mit einbezogen, der weiterhin Teil des Erdgasnetzes bleibt. Die Versorgung der Gasanschlüsse im Hafengebiet nördlich der Süderelbe erfolgte vorübergehend über zwei weitere Elbquerungen nahe der Köhlbrandbrücke und bei den Elbrücken. Nach der Molchung werten die Hamburger Energienetze nun alle Messergebnisse sorgfältig aus, um gegebenenfalls notwenige Instandsetzungsarbeiten einzuleiten. Der Wasserstoff soll im Kattwyk-Düker in Zukunft mit einem Druck von 25 bar strömen.

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung