Energieträger Das ist der Status quo beim „grünen“ Wasserstoff in Deutschland

Verantwortliche:r Redakteur:in: Konstantin Pfliegl 1 min Lesedauer

Aktuelle Online-Karten des Leibniz-Instituts für Länderkunde zeigen, wo Deutschland auf dem Weg zu einer „grünen“ Wasserstoff-Wirtschaft steht.

(Bild:  malp / Adobe Stock)
(Bild: malp / Adobe Stock)

Bis aus erneuerbaren Energien gewonnener „grüner“ Wasserstoff (H2) eine wirtschaftliche Alternative darstellt, wird noch mindestens eine Dekade vergehen, prognostiziert Benedikt Walker von der Universität Bonn. Gemeinsam mit Kollegen vom Bonner Geographischen Institut nimmt der Wirtschaftsgeograf im „Nationalatlas aktuell“ des Leibniz-Instituts für Länderkunde (IfL) die deutsche Wasserstoff-Wirtschaft unter die Lupe.

„Grüner“ Wasserstoff aus Deutschland: Die Online-Karte des Leibnitz-Instituts für Länderkunde gibt einen Überblick über Anlagen zur Elektrolyse.(Bild:  Screenshot Leibnitz-Institut für Länderkunde)
„Grüner“ Wasserstoff aus Deutschland: Die Online-Karte des Leibnitz-Instituts für Länderkunde gibt einen Überblick über Anlagen zur Elektrolyse.
(Bild: Screenshot Leibnitz-Institut für Länderkunde)

Daraus entstanden online abrufbare Deutschlandkarten, die einen Überblick der bestehenden und geplanten Anlagen zur H2-Elektrolyse einschließlich der beteiligten Unternehmen bieten. Ausgewiesen sind auf den teils interaktiven Karten zudem die potenziellen Großabnehmer und die Standorte neuer Forschungsinstitute, die an innovativen Lösungen für kostengünstigere Wasserstofftechnologien arbeiten.

Produktion hauptsächlich im Norden

Über zehn Milliarden Euro hat die Bundesregierung seit 2020 für die Entwicklung von Wasserstoffprojekten bereitgestellt. Dennoch besteht laut einer Studie des Energiewirtschaftlichen Instituts an der Universität Köln eine jährliche Finanzierungslücke zwischen zwei und zehn Milliarden Euro, um die für 2030 gesetzten Ziele der deutschen Wasserstoffstrategie zu erreichen.

Die Online-Karten zeigen, dass „grüner“ H2 künftig vor allem in Norddeutschland produziert wird. Dort trifft das Potenzial zur Erzeugung von Windenergie auf eine im Vergleich zu Süddeutschland geringere Energienachfrage. Aufgrund von Netzengpässen kann der Strom zudem nicht von Nord- nach Süddeutschland transportiert werden. Kleinere Anlagen zur Produktion von „grünem“ H2, sogenannte Elektrolyseure, sind dagegen in ganz Deutschland in Planung.

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