Stadtwerke Unterstützung bei der Umsetzung lokaler Projekte zur Energiewende

Verantwortliche:r Redakteur:in: Konstantin Pfliegl 2 min Lesedauer

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Wie können Stadtwerke ihre Ziele sowohl an der Energiewende als auch an der Entwicklung des energiewirtschaftlichen Umfelds ausrichten? Im Projekt SW.Developer gibt es Entscheidungshilfen.

(Bild:  Stockwerk-Fotodesign / Adobe Stock)
(Bild: Stockwerk-Fotodesign / Adobe Stock)

Viele Stadtwerke stehen vor der Frage, wie sie ihr Portfolio sowohl an den Zielen der Energiewende als auch an der Entwicklung des energiewirtschaftlichen Umfelds ausrichten? „Unser zukünftiges Energiesystem wird geprägt sein durch eine starke Dezentralität verbunden mit hoher Komplexität und Dynamik“, erklärt Jana Schneeloch vom Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik (UMSICHT). In dieser Umgebung müssten sich auch Stadtwerke neu ausrichten, so ihre Einschätzung. Gefragt seien vor allem neue Geschäftsfelder, neue Partnerschaften und auch neue interne Strukturen.

Das SW.Wiki ist frei verfügbar und bietet Stadtwerken Unterstützung bei der Umsetzung der Energiewende.(Bild:  Fraunhofer UMSICHT)
Das SW.Wiki ist frei verfügbar und bietet Stadtwerken Unterstützung bei der Umsetzung der Energiewende.
(Bild: Fraunhofer UMSICHT)

Die Schwierigkeit: „Häufig fehlt Stadtwerken der Überblick über Themen, die bislang nicht direkt mit bisherigen Geschäftsbereichen verbunden waren“, ergänzt Florian Winkler von den Stadtwerken Düsseldorf. Auch Ressourcen und geeignete Werkzeuge, um sich mit einer fundierten Analyse und Weiterentwicklung auseinanderzusetzen, seien in der Regel Mangelware.

Projekt SW.Developer: Tipps für die Energiewende

Mit dieser Frage haben sich das Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik und die Stadtwerke Düsseldorf im Projekt SW.Developer befasst. Heraus kamen eine Steckbrief-Sammlung für Technologien, Energieversorgungskonzepte und Fördermittel, ein Bewertungstool für lokale, integrale Versorgungslösungen sowie ein Online-Veranstaltungsformat.

Das SW.Wiki ist frei verfügbar und bietet Stadtwerken Unterstützung bei der Umsetzung lokaler Energieversorgungssysteme. In 120 Steckbriefen sind Informationen zu Technologien, Konzepten und Fördermitteln aufbereitet. Eine Verlinkung erlaubt, sich mit verschiedenen Lösungsoptionen zu befassen und auch verwandte Varianten in Betracht zu ziehen. Die technischen Daten können zudem in einer Vergleichstabelle nebeneinandergestellt werden.

Mit Hilfe des SW.Evaluator können Stadtwerke einzelne Technologiekonzepte und auch Portfolios bewerten.(Bild:  Fraunhofer UMSICHT)
Mit Hilfe des SW.Evaluator können Stadtwerke einzelne Technologiekonzepte und auch Portfolios bewerten.
(Bild: Fraunhofer UMSICHT)

Bewertungstool für Versorgungslösungen

Mit Hilfe des SW.Evaluator können Stadtwerke einzelne Technologiekonzepte und auch Portfolios bewerten. Bei der Konzeptbewertung geht es um Konzepte für Strom- und Wärmeversorgung sowie E-Mobilitätseinbindung in Typgebäuden und -quartieren, die zuvor mittels mathematischer Optimierung nach Kosten optimiert wurden. Auch Gesamtkosten und direkte CO2-Emissionen sind als relevante Kennzahlen darstellbar. Im Fokus der Portfoliobewertung stehen Verkauf und Contracting der jeweiligen Technologiekonzepte als Produktlösungen.

Die Online-Veranstaltungsreihe bietet rund fünf Mal im Jahr der Stadtwerke-Community Gelegenheit, sich zu Themen wie Wärme, Wasserstoff, Digitalisierung, Wärmeplanung und Infrastruktur auszutauschen. Der Aufbau: Zunächst stellen sowohl Vertreterinnen und Vertreter von Stadtwerken als auch Forschende erfolgreiche Technologien und Lösungsansätze vor, die anschließend gemeinsam mit allen Teilnehmenden diskutiert werden. Der nächste Termin findet am 3. Dezember 2024 statt.

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