Geothermiekraftwerk Spie übernimmt Betriebsführung in Geretsried 

Quelle: Pressemitteilung 2 min Lesedauer

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Spie, Dienst­leister in den Bereichen Energie und Kommunikation, übernimmt ab 2025 die Betriebsführung des weltweit ersten kommerziellen Geothermiekraftwerks, das ohne den Einsatz von Thermalwasser heißes Gestein zur Erzeugung von Fernwärme und Strom nutzt. Auftraggeber ist Eavor Erdwärme Geretsried. Die Anlage versorgt die Stadt Geretsried und die Region künftig mit Fernwärme und Strom.

Spie kümmert sich ab 2025 um die Betriebsführung, Instandhaltung und Anlagenverfügbarkeit des Geothermiekraftwerks im bayrischen Geretsried.(Bild: Eavor)
Spie kümmert sich ab 2025 um die Betriebsführung, Instandhaltung und Anlagenverfügbarkeit des Geothermiekraftwerks im bayrischen Geretsried.
(Bild: Eavor)

Spie berät den Kunden bei der rechtssicheren Inverkehrsetzung und Inbetriebnahme einzelner Anla­genteile und sorgt im Anschluss für die technische Betriebsführung und Instandhaltung der oberirdischen Komponenten des Geothermiekraftwerks. Dazu gehört auch die Wartung von Teilen der ORC-Anlage (Organic Rankine Cycle), die aus der überschüssigen Wärme CO2-armen Strom produziert. Mit einem 24/7-Bereitschaftsdienst sorgt Spie für Anlagenverfügbarkeit und Betriebssicherheit. Zu­nächst geht im Herbst der Verstromungsprozess in Betrieb, die Fernwärmeerzeugung befindet sich der­zeit in der Planung. Sobald die Fernwärmestation fertiggestellt ist, wird Spie auch hier die Betriebsfüh­rung übernehmen und die Anlagenverfügbarkeit sicherstellen.

"Eavor-Loop" ist ein Geothermiekraftwerk von Eavor mit einem geschlossenen System, vergleichbar einem riesigen unterirdischen Heizkörper. Zwei Bohrtürme bohren vertikal in eine Tiefe von 4.500 m. Dort werden die Bohrungen dann horizontal abgelenkt, und es entstehen zwölf parallele Abzweigungen, die jeweils 3.000 bis 3.500 m lang sind. Jeder Loop besteht damit aus etwa 80 km Bohrstrecke. Die von oben eingeleitete Flüssigkeit wird im unteren Teil des Systems durch das Tiefen­gestein auf natürliche Weise aufgeheizt und steigt danach selbstständig ohne Einsatz zusätzlicher Pum­pen durch den Thermosiphoneffekt an die Oberfläche, wo die Wärme durch einen Wärmetauscher ab­genommen wird und direkt für Fernwärmenetze oder zur Stromerzeugung genutzt werden kann.

Drittes Geothermiekraftwerk

„Um der Komplexität dieser hochinnovativen Anlage gerecht zu werden, ermöglichen wir unserem Kun­den eine Anpassung des Leistungsumfangs, die sich stets an den aktuellen Bedürfnissen orientiert – und das über die gesamte Vertragslaufzeit hinweg“, erläutert Aaron Eißner, Vertriebsmanager im Geschäftsbe­reich Efficient Facilities von Spie Germany Switzerland Austria.

„Geothermie ist eine natürliche, stabile und zuverlässige Quelle für erneuerbare Energie“, sagt Stefan Schusterschitz, Leiter des Geschäftsbereichs Efficient Facilities von Spie Germany Switzerland Austria. „Mit unserem technischen Know-how tragen wir dazu bei, diese Innovation in Deutschland voranzutrei­ben und helfen bei der Etablierung einer Schlüsseltechnologie für den erneuerbaren Energiemix der Zu­kunft.“ Die Anlage in Geretsried ist nach Dürrnhaar und Kirchstockach das dritte Geothermiekraftwerk, das Spie in Bayern betreut.

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