Energiewende Haus der Technik: Grundlagenwissen aus Europas Energiehauptstadt

Ein Gastbeitrag von Michael Graef 4 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Das Haus der Technik in Essen ist Deutschlands ältestes technisches Weiterbildungsinstitut. Seit fast einem Jahrhundert veranstaltet es Lehrgänge und Veranstaltungen, auch im Bereich der Energiewende.

(Bild:  HDT)
(Bild: HDT)

Wer weiter zurückschauen kann, hat eine bessere Sicht auf die Zukunft? Als Winston Churchilldas sinngemäß erklärte, dürfte er kaum geahnt haben, mit welchem Tempo sich der Fortschritt dereinst – in Zeiten Künstlicher Intelligenz, Robotik oder Biotechnologie – entfalten würde. Dennoch stimmt es, weil Zukunft bekanntermaßen Herkunft braucht. Ein Paradebeispiel hierfür ist Deutschlands ältestes Institut für die technische Weiterbildung. Das 1927 in der „Energiehauptstadt“ und Ruhrmetropole Essen entstandene Haus der Technik (HDT) leitet aus seiner Herkunft und Verwurzelung einen bedeutsamen gesellschaftlichen Auftrag für die Zukunft ab. Dieser knüpft unmittelbar an die Vision seines Gründers Heinrich Reisner an.

Haus der Technik in Essen: Deutschlands ältestes technisches Weiterbildungsinstitut.(Bild:  HDT)
Haus der Technik in Essen: Deutschlands ältestes technisches Weiterbildungsinstitut.
(Bild: HDT)

Eine zeitlos gültige Idee

Anfang der 1920er-Jahre, als noch niemand von „Thinking outside the box“ sprach, forderte der spätere erste Leiter des HDT, der seine Karriere als Hydrologe in Breslau begann, die Vernetzung von Fachleuten über Fachgrenzen hinweg. Ohne den schnellen Austausch von Wissen und Erfahrungen, so die feste Überzeugung Reisners, ließe sich künftige Prosperität im Ruhrgebietund darüber hinaus nicht sichern.

Wie sehr Heinrich Reisner mit seiner für die damalige Zeit bahnbrechenden Idee Recht behielt, zeigen beispielsweise die Herausforderungen, vor die uns die Energiewende stellt. Soll die vielschichtige Transformation gelingen, zu der zwingend Wärme- und Mobilitätswende gehören, ist die Bündelung von Know-how unerlässlich. Dabei sind es teilweise Erfordernisse innerhalb der Technik selbst, die nach interdisziplinärer Vernetzung im Reisnerschen Sinne verlangen. Als Stichwort sei die Sektorenkopplung genannt, mit der sich ein spezielles HDT-Seminar befasst. Dieses gibt einen ganzheitlichen lösungsorientierten Einblick in die Bedingungen und Erfordernisse der Energiewende, der Seltenheitswert besitzt.

Flaschenhals der Energiewende

Apropos Seltenheit: Während Unternehmen und Verbände zunehmend monieren, dass Sach- und Fachverstand ausgerechnet unter denjenigen fehlt beziehungsweise zu schwach ausgeprägt ist, die auf politischer Ebene über Rahmenbedingungen zu entscheiden haben, macht sich eine weitere Knappheit immer stärker bemerkbar. Gemeint ist der Fachkräftemangel, der das HDT seit Jahren umtreibt – nicht allein bezogen auf Energiethemen.

Aus unzähligen Gesprächen mit Fach- und Führungskräften aller Branchen wissen die beim HDT mit der Entwicklung neuer Weiterbildungsangebote befassten Teams genau, was Statistiken belegen: Fachkräftemangel hat sich zu einem Flaschenhals für Prozesse und Projekte entwickelt, der vielerorts dazu führt, dass Aufträge nicht angenommen werden können, Wertschöpfung nicht stattfindet und Wettbewerbsfähigkeit beeinträchtigt wird.

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung