Pläne des Bundeswirtschaftsministeriums Kürzung der Solarförderung stößt auf breite Ablehnung

Verantwortliche:r Redakteur:in: Konstantin Pfliegl 1 min Lesedauer

Bundeswirtschaftsministerin Reiche plant umfangreiche Änderungen bei der Energiewende – etwa Einschränkungen der Solarförderung. Über 60 Prozent der Eigenheimbesitzer lehnen dies ab.

(Bild:  © rost9/stock.adeobe.com)
(Bild: © rost9/stock.adeobe.com)

Weniger Förderung für Solaranlagen, aber dafür die Förderung neuer Gaskraftwerke. Die aktuellen Pläne des Bundeswirtschaftsministeriums in Sachen Energiewende stoßen bei der Bevölkerung auf breite Ablehnung. So lehnen 62 Prozent der Eigenheimbesitzer in Deutschland den Plan ab, die Einspeisevergütung für Strom aus neu installierten privaten Dach-Solaranlagen zu streichen. Die Kritik zieht sich durch alle politischen Lager: Selbst unter Unions-Wählern sind 55 Prozent dagegen. Das geht aus einer repräsentativen Umfrage von Civey im Auftrag von Green Planet Energy hervor. Befragt wurden 2.000 Personen, die in einem eigenen Haus leben.

Umfrage von Green Planet Energy: „Wie bewerten Sie den Vorschlag, die Einspeisevergütung für Strom aus neu installierten privaten Dach-Solaranlagen zukünftig zu streichen?“(Bild:  Green Planet Energy)
Umfrage von Green Planet Energy: „Wie bewerten Sie den Vorschlag, die Einspeisevergütung für Strom aus neu installierten privaten Dach-Solaranlagen zukünftig zu streichen?“
(Bild: Green Planet Energy)

„Ein Ende der Einspeisevergütung würde die Photovoltaik ausbremsen“, warnt Sönke Tangermann, Vorstand von Green Planet Energy. Wer die Förderung abschaffen will, müsse zuerst die Voraussetzungen für den weiteren Ausbau schaffen: flächendeckende Smart Meter, faire Marktbedingungen und attraktive Direktvermarktung. Ohne diese Grundlage drohe ein massiver Investitionsstopp – mit entsprechenden Folgen für das Handwerk, weniger Dachanlagen und einem Rückschlag für die Energiewende.

Energiewende: Statt Solar mehr Geld in Gaskraftwerke

Stattdessen plant die Bundesregierung die Förderung neuer Gaskraftwerke, was in der in der Bevölkerung auf deutliche Skepsis stößt: 46 Prozent aller Befragten sprechen sich gegen den Einsatz öffentlicher Mittel für neue Gaskraftwerke aus, nur 32 Prozent befürworten ihn. Vor allem junge Menschen zwischen 18 und 29 Jahren lehnen die Pläne klar ab (56 Prozent).

„Neue Gaskraftwerke treiben den Strompreis für alle nach oben und bremsen Klimaschutz-Innovationen wie Speichertechnologien oder grünen Wasserstoff. Staatliche Mittel müssen Zukunft ermöglichen – nicht fossile Vergangenheit verlängern“, so Sönke Tangermann.

Die Mehrheit der Befragten (54Prozent) ist zudem für eine weitere staatliche Unterstützung klimafreundlicher Wärmetechnologien wie Wärmepumpen .Besonders Bürger, die älter als 65 Jahre sind, befürworten die Förderung (59 Prozent).

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