KfW-Förderkredit Geothermie Geothermie-Förderung: Kommunen profitieren von zinsgünstigen Krediten und Risikoschutz

Verantwortliche:r Redakteur:in: Konstantin Pfliegl 2 min Lesedauer

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Bundeswirtschaftsministerium, KfW und Munich Re starten ein neues Förderprogramm für Geothermie-Anlagen zur kommunalen Wärmeversorgung. Es soll das Risiko für Kommunen verringern.

(Bild:  © stevanzz/stock.adobe.com)
(Bild: © stevanzz/stock.adobe.com)

Mit Geothermie steht Kommunen eine klimaneutrale und grundlastfähige Energieversorgung zur Verfügung. Doch viele Städte und Gemeinden scheuen das Risiko: Die Investitionskosten sind hoch und es besteht das Risiko, dass man bei einer Bohrung auf zu wenig heißes Wasser stößt. Hier setzte ein neues Förderprogramm an: Zum Jahreswechsel startete die startet die KfW in Zusammenarbeit mit dem Rückversicherer Munich Re und dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) eine neue Förderung für den Ausbau von Tiefengeothermie-Anlagen zur kommunalen und industriellen Wärmeversorgung. Der KfW-Förderkredit Geothermie ist Teil des vom Bundesministerium der Finanzen, dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie und der KfW initiierten Deutschlandfonds. 

Funktionsweise von Geothermie-Anlagen: Dabei besteht jedoch immer das Risiko, dass bei einer Bohrung nicht ausreichend Warmwasser gefunden wird. Ein Förderprogramm soll das Risiko absichern.(Bild:  KfW)
Funktionsweise von Geothermie-Anlagen: Dabei besteht jedoch immer das Risiko, dass bei einer Bohrung nicht ausreichend Warmwasser gefunden wird. Ein Förderprogramm soll das Risiko absichern.
(Bild: KfW)

Das Förderprogramm setzt an zwei Punkten an: Einerseits unterstützt es die Finanzierung geothermischer Bohrungen ab 400 Metern Tiefe mit zinsgünstigen Krediten der KfW, andererseits sichert es die Fündigkeitsrisiken aus diesen Bohrungen ab.

Munich Re prüft vor der Kreditbeantragung die Versicherbarkeit der Projekte. Nach erfolgreicher Begutachtung der Mindestvoraussetzungen findet eine detaillierte Projektprüfung statt. Fällt diese ebenfalls positiv aus, stellt die KfW eine Aufforderung zur Antragstellung.

Bis zu 25 Millionen Euro pro Projekt

Die KfW stellt pro Projekt ein Darlehen von bis zu 25 Millionen Euro zur Verfügung – mit einer maximalen Laufzeit von fünf Jahren. Das Darlehen ist durch eine Versicherung beziehungsweise einen Teilschulderlass abzusichern. Der Bund stellt Mittel für die Risikoabsicherung bereit.

Munich Re sichert 30 bis 70 Prozent der Darlehenssumme ab. Für den nicht abgesicherten Teil gewährt die KfW im Schadensfall – beispielsweise bei Nicht-Fündigkeit – einen Teilschulderlass zu den gleichen Bedingungen wie im Versicherungsvertrag. Dadurch kann der Projektträger bis zu 100 Prozent des Darlehensbetrags absichern.

„Wir arbeiten im Bereich der Tiefengeothermie mit einem hohen Ausfallrisiko und hohen Risikoanforderungen“, erklärt erklärt Thomas Blunck, Mitglied des Vorstands bei Munich Re. Dabei schaue man sich jedes Projekt auf Basis der jeweiligen Datenlage genau an. Unter diesen Voraussetzungen könneMunich Re Geothermie-Projekte mit einer Fündigkeitsversicherung prinzipiell bundesweit in Vorzugsgebieten absichern. „Essenziell bei diesen Projekten ist es, dass wir von Anfang an involviert sind, Einblick in die Messungen und Kalkulationen haben und die Datenlage stimmt.“

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