rEnergy Basics Solarenergie einfach erklärt

Verantwortliche:r Redakteur:in: Melanie Ehrhardt 3 min Lesedauer

Die Solarenergie zählt zu den wichtigsten Pfeilern der nachhaltigen Energieversorgung. Dank technischer Fortschritte und sinkender Kosten ist sie heute nicht nur ökologisch sinnvoll, sondern auch wirtschaftlich attraktiv. 

Solaranlage auf Hausdach (Symoblbild)(Bild:  slavun/stock.adobe.com)
Solaranlage auf Hausdach (Symoblbild)
(Bild: slavun/stock.adobe.com)

Die Solarenergie ist eine der zentralen Säulen der globalen Energiewende. Sie nutzt die nahezu unbegrenzte Energie der Sonne, um Strom oder Wärme zu erzeugen – klimafreundlich, nachhaltig und zunehmend wirtschaftlich. In Zeiten steigender Energiepreise und wachsendem Umweltbewusstsein gewinnt die Nutzung von Solarenergie sowohl im privaten als auch im gewerblichen Bereich an Bedeutung. 

Wie funktioniert Solarenergie?

Solarenergie bezeichnet die Umwandlung von Sonnenstrahlung in nutzbare Energieformen. Dabei wird zwischen Photovoltaik und Solarthermie unterschieden.

Photovoltaikanlagen wandeln Sonnenlicht direkt in elektrischen Strom um. In den Solarmodulen befinden sich Solarzellen, die meist aus Silizium bestehen. Wenn Licht auf diese Zellen trifft, werden Elektronen angeregt und erzeugen Gleichstrom. Ein Wechselrichter wandelt diesen anschließend in haushaltsüblichen Wechselstrom um. Diese kann entweder direkt genutzt oder in einem Stromspeicher zwischengespeichert oder ins öffentliche Netz eingespeist werden.

Bei der Solarthermie steht die Erzeugung von Wärme im Vordergrund. Sogenannte Sonnenkollektoren nehmen über einen Absorber Sonnenenergie auf und wandeln diese in Wärmeenergie um. Diese wird anschließend mittels einer Flüssigkeit oder eines Gases in einen mit Wasser befüllten Tank, dem Solarspeicher, übertragen [1]. Mithilfe eines Wärmetauschers kann die Wärmeenergie schließlich für die Warmwasserbereitung für Trinkwasser und für Heizzwecke genutzt werden.

Beide Technologien tragen dazu bei, fossile Energieträger zu ersetzen und den CO₂-Ausstoß deutlich zu senken.

Vorteile der Solarenergie

Die Nutzung von Solarenergie bringt zahlreiche ökologische und wirtschaftliche Vorteile mit sich:

  • Nachhaltigkeit und Klimaschutz: Solarenergie ist eine saubere Energiequelle. Bei der Strom- oder Wärmeerzeugung entstehen keine direkten Emissionen. Dies trägt maßgeblich zur Reduzierung des Treibhausgasausstoßes bei.
  • Unabhängigkeit von Energieversorgern: Mit einer eigenen Solaranlage können Verbraucher einen großen Teil ihres Energiebedarfs selbst decken. Das reduziert die Abhängigkeit von Stromanbietern und fossilen Energieträgern.
  • Langfristige Kostenersparnis: Zwar sind die Anschaffungskosten einer Solaranlage zunächst hoch, doch durch sinkende Modulpreise, Förderprogramme und steigende 
  • Wartungsarme Technologie: Photovoltaikanlagen sind robust und haben im Regelfall eine Lebensdauer 25 bis 30 Jahre. [3] Der Wartungsaufwand ist vergleichsweise gering.
  • Vielseitige Einsatzmöglichkeiten: Solarenergie kann in Wohnhäusern, Gewerbebauten, Industrieanlagen und sogar im landwirtschaftlichen Bereich eingesetzt werden.

Herausforderungen und Grenzen

Trotz vieler Vorteile gibt es auch Herausforderungen:

  • Abhängigkeit von Sonneneinstrahlung und Wetterbedingungen
  • Notwendigkeit geeigneter Speicherlösungen
  • Hohe Anfangsinvestitionen
  • Platzbedarf für Module und Technik

Forschung und technologische Innovationen sorgen jedoch dafür, diese Hürden zu reduzieren – etwa durch leistungsfähigere Module, günstigere Speicher und intelligente Energiemanagementsysteme.

Kosten und Wirtschaftlichkeit von Solaranlagen

Photovoltaik-Module sind das Herzstück jeder stromerzeugenden Solaranlage.(Bild:  rost9/stock.adobe.com)
Photovoltaik-Module sind das Herzstück jeder stromerzeugenden Solaranlage.
(Bild: rost9/stock.adobe.com)

Die Wirtschaftlichkeit einer Solaranlage hängt von mehreren Faktoren ab: der Anlagengröße, dem Standort, der Dachausrichtung, dem Eigenverbrauchsanteil sowie den aktuellen Strompreisen.

Eine typische PV-Anlage für ein Einfamilienhaus kostet – je nach Leistung und Ausstattung – zwischen 8.000 und 24.000 Euro [2]. In Deutschland unterstützen jedoch verschiedene Förderprogramme (zum Beispiel KfW, BAFA) die Anschaffung. Zudem wird eingespeister Strom über das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) vergütet. Je nach Nutzung und Standort kann sich eine Solaranlage innerhalb von 8 bis 15 Jahren amortisieren. [4]

Für Unternehmen und öffentliche Einrichtungen sind Solarprojekte auch aus Sicht der Nachhaltigkeitsberichterstattung interessant, da sie zur Erfüllung von ESG-Kriterien beitragen.

Solarenergie im Alltag nutzen

Die Integration von Solarenergie in den Alltag ist einfacher als je zuvor. Neben klassischen Dachanlagen gibt es zahlreiche Anwendungsmöglichkeiten – sowohl für private als auch gewerbliche Zwecke.

Hier drei Beispiele aus der Praxis:

  • Trinasolar hat in Zusammenarbeit mit Norsol mit dem Bau eines 21-MW-Solarprojekts in Nordspanien begonnen und unterstreicht damit das gemeinsame Engagement für die Förderung der Solarenergie in Spanien. Weiterlesen
  • Der Zoo Hannover erzeugt mit einer rund 3.000 m2 großen Solarenergie-Anlage auf dem Parkdeck jährlich rund 548.000 kWh für den Eigenverbrauch – das entspricht einer CO₂-Ersparnis von über 257 Tonnen. Weiterlesen
  • Das Berliner Unternehmen Sonnenrepublik produziert Komponenten für die Solarversorgung von LKW-Fahrerkabinen und Kühl-LKWs. Weiterlesen

Die Bedeutung der Solarenergie wird in den kommenden Jahren weiterwachsen. Laut aktuellen Prognosen wird sie bis 2030 einen wesentlichen Teil der globalen Stromerzeugung abdecken. Neue Technologien wie Perowskit-Zellen, bifaziale Module oder Gebäudeintegrierte Photovoltaik (BIPV) erhöhen die Effizienz und erweitern die Einsatzmöglichkeiten. Zudem treiben gesetzliche Rahmenbedingungen und Klimaziele den Ausbau voran. 

Fazit & Ausblick

Solarenergie ist eine saubere, nachhaltige und wirtschaftlich zunehmend attraktive Energiequelle. Sie ermöglicht Privathaushalten, Unternehmen und Kommunen, aktiv zur Energiewende beizutragen und langfristig von stabilen Energiekosten zu profitieren.

Mit fortschreitender Technologie, sinkenden Preisen und wachsender gesellschaftlicher Akzeptanz ist Solarenergie längst mehr als ein Trend – sie ist ein entscheidender Bestandteil einer klimaneutralen Zukunft.

Quellen

[1] Vatennfall: Wie funktioniert Solarenergie (Stand 23.10.2025)
[2] CO2Online: PhotovoltaikCheck (Stand 23.10.2025)
[3] Umweltbundesamt: Photovoltaik (Stand 23.10.2025)
[4] Wegatech: Amortisation bei einer Photovoltaik-Anlage (Stand 23.10.2025)

Transparenz: Dieser Beitrag wurde auch mithilfe von KI erstellt.

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