Projekt Wahle–Mecklar 230 Kilometer Energiewende: Deutschlands längste Drehstromleitung geht ans Netz

Verantwortliche:r Redakteur:in: Konstantin Pfliegl 1 min Lesedauer

Die Nord-Süd-Verbindung soll das deutsche Höchstspannungsnetz für die Energiewende stärken, die Übertragungskapazität für Windenergie erhöhen und die Versorgungssicherheit gewährleisten.

(Bild:  Tennet)
(Bild: Tennet)

Der Übertragungsnetzbetreiber Tennet spricht von einem Meilenstein der Energiewende: Wahle–Mecklar, das größte Netzausbauprojekt von Tennet im Höchstspannungs-Drehstrom-Bereich, ging Ende November vollständig ans Netz. Das Projekt soll den Transport von Windenergie auf der Nord-Süd-Achse sichern und das Netz in Niedersachsen und Nordhessen sichern.

Projekt Wahle–Mecklar: So sieht der Trassenverlauf der 230-Kilometer-Drehstrom-Verbindung für die Energiewende aus.(Bild:  Tennet)
Projekt Wahle–Mecklar: So sieht der Trassenverlauf der 230-Kilometer-Drehstrom-Verbindung für die Energiewende aus.
(Bild: Tennet)

In rund sechs Jahren wurde die 230 Kilometer lange, kombinierte Frei- und Erdkabelleitung errichtet. Im Jahr 2018 wurden erste Baumaßnahmen umgesetzt, 2022 die nördlichen Abschnitte in der Nord-Süd-Linie Peine-Salzgitter-Einbeck-Northeim in Betrieb genommen. Der hessische Abschnitt von der Landesgrenze bis in den Raum Bad Hersfeld wurde 2023 fertiggestellt. Mit der Fertigstellung des verbleibenden Abschnitts im Großraum Göttingen ist die Gesamtleitung nun komplett in Betrieb. Über die 380-kV-Leitung mit 566 Masten und die fast 20 Kilometer Erdkabel fließt nun in Tennets größtem Drehstorm-Vorhaben an Land der Strom.

Unabhängig von fossilen Energieträgern

„Netzausbauprojekte wie Wahle–Mecklar stärken das gesamtdeutsche Höchstspannungsnetz und tragen maßgeblich dazu bei, unser Land schrittweise unabhängig von fossilen Energieträgern zu machen“, so Tennet-Geschäftsführer Tim Meyerjürgens. Der Leitungsbau sei auch ein wichtiger Hebel für die Reduktion der Energiekosten: Durch den Betrieb von Wahle–Mecklar würden künftig jedes Jahr rund 350 Millionen Euro für das Engpassmanagement eingespart. „Schon nach vier Jahren werden sich die Investitionskosten dieser zentralen Leitung amortisiert haben.“

Mit dieser Höchstspannungsleitung sind wir der Energiewende 230 Kilometer näher gekommen.

Stephan Weil, Ministerpräsident von Niedersachsen

Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil: „Mit dieser Höchstspannungsleitung sind wir der Energiewende 230 Kilometer näher gekommen. Die kombinierte Frei- und Erdkabelleitung  transportiert von nun an saubere Windenergie aus dem Norden in den Süden und sorgt gleichzeitig für eine Reduktion der Energiekosten. Herzlichen Dank und Glückwunsch an alle, die dabei mitgewirkt haben.“

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