Betriebliche Ladeinfrastruktur Destination Charging: Unternehmen werden zu Ladestationsbetreibern

Verantwortliche:r Redakteur:in: Konstantin Pfliegl 3 min Lesedauer

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Destination Charging ist für eine erfolgreiche E-Mobilität entscheidend. Unternehmen, die ihre Ladeinfrastruktur für öffentliches Laden zur Verfügung stellen, erzielen so zusätzliche Einnahmen.

(Bild:  E.ON / Malte Braun)
(Bild: E.ON / Malte Braun)

Eine erfolgreiche E-Mobilität in Deutschland kann nur funktionieren, wenn für die Autofahrer auch ausreichend Ladepunkte zur Verfügung stehen. Das sogenannte Destination Charging, Ladestationen am Zielort, sei es beim Einzelhandel, im Parkhaus oder am Urlaubsort, ist neben dem Laden daheim und dem Schnellladen an Fernstraßen entscheidend. Hier liegt auch eine Chance für Unternehmen, die bereits eine Ladeinfrastruktur betreiben.

E.ON hat analysiert, an welchen Orten diese öffentlichen Ladepunkte verstärkt benötigt werden. Dafür hat der Energiekonzern E-Autofahrer befragt, wo sie im Alltag Ladestationen erwarten. Ergänzend untersuchte eine von E.ON beauftragte Studie der Unternehmensberatung P3 Group die Potenziale betrieblicher Ladeinfrastruktur für Unternehmen.

Destination Charging: Betriebliche Ladeinfrastruktur für alle

Knapp die Hälfte der Deutschen mit E-Auto haben die Erwartungshaltung, am Arbeitsplatz das Elektroauto laden zu können. Vor allem für Fahrer, die in dicht besiedelten Orten wohnen, ist diese Ladeoption relevant (63 Prozent). Aktuell können gut 43 Prozent der befragten Berufstätigen beim Arbeitgeber laden – davon die Hälfte kostenlos und die Hälfte gegen Bezahlung.

Laut der Studie haben viele Großunternehmen den aktuellen Bedarf an Ladeinfrastruktur bereits erfüllt und erweitern diesen nun sukzessive, während nun vor allem kleine und mittlere Unternehmen aufbauen – auch um den Forderungen neuer EU-Richtlinien und dem Gebäude-Elektromobilitätsinfrastruktur-Gesetz (GEIG) gerecht zu werden.

Unternehmen, die Teile ihrer Ladeinfrastruktur für öffentliches Laden zur Verfügung stellen, können als Ladestationsbetreiber sogar zusätzliche Einnahmen erzielen und so die Investition teilweise finanzieren, während sie zum Ausbau des öffentlichen Ladenetzes und somit zur Verkehrswende auf der Straße beitragen.

Neben dem Aufbau einer betrieblichen Ladeinfrastruktur ist auch ein intelligentes Management entscheidend: „Innovative Lösungen helfen dabei, den Betrieb von Ladestationen effizienter und kostengünstiger zu gestalten. Dazu gehören beispielsweise Reservierungssysteme, die durch eine digitale Warteliste die verfügbaren Ladeplätze auf dem Firmenparkplatz verteilen“, erklärt Lioudmila Simon, bei E.ON Group Innovation verantwortlich für Elektromobilität. Die Auslastung der Ladepunkte könne so verdoppelt werden. Predictive Maintenance Tools, die auf Basis von Künstlicher Intelligenz einen Ersatzteil- oder Reparaturbedarf erkennen, bevor die Ladestation ausfällt, würden erhöhen die sogenannte Up-Time und die Verfügbarkeit der Hardware spürbar erhöhen. „So können Unternehmen das Maximum aus einer begrenzten Anzahl Ladestationen herausholen und Kosten einsparen.“ 

Innovative Lösungen helfen dabei, den Betrieb von Ladestationen effizienter und kostengünstiger zu gestalten. Dazu gehören beispielsweise Reservierungssysteme, die durch eine digitale Warteliste die verfügbaren Ladeplätze auf dem Firmenparkplatz verteilen.

Lioudmila Simon, verantwortlich für Elektromobilitätbei E.ON Group Innovation

Planungssicherheit und Kostentransparenz

Europäische und nationale Richtlinien erfordern einen zügigen Aufbau der Ladeinfrastruktur unter anderem bei kleinen und mittleren Unternehmen, Autohäusern, Parkraumbetreibern und Hotels. Laut Studie von E.ON und der P3 Group ist den Ladeinfrastruktur aufbauenden Unternehmern dabei besonders die Planungssicherheit, die Transparenz über die Kosten sowie ein langfristiger Partner bei Aufbau und Betriebsführung wichtig.

Der Ausbau der betrieblichen Ladeinfrastruktur für Kunden, Mitarbeiter und Gäste sei entscheidend für die Zukunft der Elektromobilität, ergänzt  Christoph Ebert, Geschäftsführer bei E.ON Drive. „Die Kombination mit weiteren Energiewende-Lösungen wie Photovoltaik, Stromspeicher und intelligentem Lastmanagement ist nicht nur umweltfreundlich, sondern kann die Energiekosten deutlich reduzieren. Unternehmen, die entsprechende Maßnahmen ergreifen und Ladeinfrastruktur aufbauen, verbessern nicht nur ihr ESG-Ranking, sondern auch ihren Serviceanspruch und ihre Wettbewerbsfähigkeit."

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