Statkraft Deutschland Windenergie: Repowering-Planung für Windparks an Land

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Der norwegische Energiekonzern Statkraft betreibt in Deutschland derzeit 70 Windparks – die meisten davon besetzt mit Windenergie-Turbinen älteren Datums, für die ein Repowering ansteht. Ziel ist es, bei dieser „Runderneuerung“ die installierte Leistung von derzeit rund 600 Megawatt annähernd zu verdoppeln.

Der Statkraft-Windpark Bredenborn im Jahr 2022(Bild:  Statkraft)
Der Statkraft-Windpark Bredenborn im Jahr 2022
(Bild: Statkraft)

Mit der Übernahme zweier Windpark-Portfolios in den Jahren 2021 und 2023 ist Statkraft in die Top 10 der Windenergie-Betreiber an Land in Deutschland aufgestiegen. Doch der norwegische Konzern, der sich aufgrund seiner riesigen Anzahl von Wasserkraftwerken in Norwegen und anderswo gern als „größter Erzeuger erneuerbarer Energie in Europa bezeichnet, will hierzulande weiter wachsen. Dazu setzt er neben einigen „Greenfield“-Projekten in den kommenden Jahren vorrangig auf das Repowering seiner Bestandsanlagen für die Windenergie.

Volle Konzentration auf die „Auffrischung“ für Windenergie an Land

Die erste Phase der dafür anstehenden Planungen hat Statkraft bereits abgeschlossen, wie der Konzern auf der Hamburger Windenery-Messe Ende September bekanntgab. Windparks mit einer geplanten Gesamtkpazität von 143 Megawatt (MW) haben die Norweger derzeit in zahlreiche Genehmigungsverfahren eingebracht. Repowering-Projekte machen davon den Löwenanteil von 102 MW aus. Mittelfristig soll die aktuelle Kapazität von 600 MW auf mehr als 1200 MW gesteigert werden.

In der ersten Repowering-Welle hat Statkraft die Windparks Bredenborn (36 MW) in Nordrhein-Westfalen sowie Bad Bentheim (21,6 MW) und Thedinghausen/Beppener Bruch (14,4 MW) in Niedersachsen in die Aufwuchs-Genehmigung gebracht. In Baden-Württemberg stehen in den nächsten Monaten Anträge für die Repowering-Projekte Waldhausen (ca. 43 MW) und  Weilermerkingen (21,6 MW)  an. Der Teilpark Zinse in Erndtebrück in Nordrhein-Westfalen (21,6 MW) wird folgen. Statkrafts erste Greenfield-Eigenentwicklung, die in die Genehmigung geht, ist das Projekt Rappenhagen in Hessen (41 MW).

Wachstumsschub für die Deutschland-Tochter

„Unser Windpark-Portfolio bietet ein enormes Repowering-Potenzial, das wir in den kommenden Jahren konsequent ausschöpfen wollen", erklärt Claus Urbanke, Vice President Wind, Solar & Storage Development bei Statkraft Deutschland. „Unsere gesamte Projekt-Pipeline ist im vergangenen Jahr stark gewachsen. Wir befinden uns auf gutem Weg, ab 2027 jedes Jahr für mehrere Projekte die finale Investitionsentscheidung zu treffen.“  

Hierfür hat Statkraft sein Team in Deutschland in den letzten zwei Jahren gezielt ausgebaut, insbesondere in den Bereichen Akquise, Projektentwicklung, Legal, Einkauf sowie Natur- und Artenschutz. In den nächsten Jahren wird sich das Wachstum zunehmend auf den Bereich Project Delivery verschieben. Die Abteilung ist für die technische Planung und für die Bauphase verantwortlich.  

Die konkretesten Planungen liegen für das Repowering des Statkraft-Standorts in Holzhausen-Bredenborn in Nordrhein-Westfalen vor. Hier sollen sieben neue, leistungsstärkere Windkraftanlagen den bisherigen Windpark, der 13 Anlagen umfasst, ersetzen. Die Erzeugungskapazität wird sich dabei um etwa 25 MW erhöhen. Die Neuanlagen sollen jährlich rund 100.000 MWh Strom erzeugen und somit ca. 28.500 Haushalte klimafreundlich mit Energie versorgen.

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