Vattenfall Energiebarometer Teure fossile Brennstoffe: Mehrheit der Deutschen fordert zügige Energiewende

Verantwortliche:r Redakteur:in: Konstantin Pfliegl 2 min Lesedauer

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Deutschland gibt rund 81 Milliarden Euro pro Jahr für den Import fossiler Brennstoffe aus. Ein Großteil der Bürger ist der Ansicht, dass die Wirtschaft damit langfristig nicht konkurrenzfähig ist, so das aktuelle Energiebarometer von Vattenfall.

(Bild:  © Coloures-Pic/stock.adobe.com)
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Ob Erdöl, LNG oder Steinkohle – viele fossile Brennstoffe sind in Europa und Deutschland deutlich teurer als in anderen Teilen der Welt, da sie importiert werden müssen. Laut der KfW-Bank gibt Deutschland für den Import fossiler Brennstoffe seit 2008 durchschnittlich rund 81 Milliarden Euro pro Jahr aus. Knapp zwei Drittel der Deutschen sind der Ansicht, dass unsere Wirtschaft, die noch zu großen Teilen auf fossilen Brennstoffen basiert, langfristig nicht konkurrenzfähig ist. Das geht aus dem aktuellen Energiebarometer von Vattenfall und Statista hervor.

Konkret geben zudem 78 Prozent der Befragten an, dass es für Deutschland wichtig oder sehr wichtig sei, bis 2045 Klimaneutralität zu erreichen. Lediglich 22 Prozent halten dies für weniger oder nicht wichtig. „Viele Menschen spüren: Weniger Energiewende kann sich Deutschland langfristig nicht leisten“, kommentiert Robert Zurawski, Deutschland-Chef von Vattenfall. Deshalb bräuchten wir weiterhin einen konsequenten und schnellen Ausbau von Wind- und Solarenergie, flexiblen Speichern und Netzen sowie mehr Flexibilität auch auf der Nachfrageseite.  

Vattenfall-Energiebarometer: Energiewende wird ausgebremst

Aus Sicht der Befragten gibt es jedoch zahlreiche Faktoren, welche die Energiewende in Deutschland ausbremsen: 59 Prozent nennen hohe Kosten für Industrie und Verbraucher, 58 Prozent geben Bürokratie und zu viel Regulierung als Hürden an. Unklare politische Vorgaben bemängeln 49 Prozent, lange Genehmigungsprozesse 46 Prozent.

„Auch aus Sicht von Vattenfall sind das konkrete Herausforderungen, an denen die Politik arbeiten muss“, betont Robert Zurawski. Denn Energiewende-Investoren wie Vattenfall bräuchten in erster Linie Planungssicherheit. Für 42 Prozent kommt der Ausbau der Stromnetze zu langsam voran. Für 35 Prozent bremst lokaler Widerstand gegen Projekte die Energiewende aus.

Die Frage, ob grüner Strom auch weiterhin vom Staat gefördert werden sollte, beantworten 80 Prozent der Befragten mit „Ja“ oder „Eher ja“, lediglich 20 Prozent mit „Nein“ oder „Eher nein“.

Ein klare Meinung haben die Bürger auch bei der Stromsteuer: So sind 70 Prozent der Befragten der Ansicht, dass alle Haushalte von einer Absenkung auf das EU-Mindestmaß profitieren sollten. Laut aktueller Regelung profitieren davon hauptsächlich das produzierende Gewerbe sowie die Land- und Forstwirtschaft. 28 Prozent der Befragten sind der Ansicht, dass insbesondere Unternehmen, die in energieeffiziente Technologien investieren, weniger Stromsteuer zahlen sollten.

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