Energieversorgung SuperLink: Der längste Supraleiter der Welt

Von Konstantin Pfliegl 3 min Lesedauer

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Die Stadtwerke München nahmen mit dem Projekt SuperLink den weltweit ersten Prototypen eines Hochspannungs-Supraleiters in Betrieb. Er soll das längste supraleitende Stromkabel der Welt werden.

(Bild:  Vauel)
(Bild: Vauel)

Das Problem kennen alle Stromversorger: Der Strom muss von A nachB kommen – und das möglichst verlustfrei. Auch die Stadtwerke München (SWM) stehen vor der Herausforderung, die Stromversorgung der Millionenstadt sicherzustellen. Daher begannen bereits im Jahr 2016 die Überlegungen, einen sogenannten Supraleiter für München zu bauen – den SuperLink.

Die Netztochter SWM Infrastruktur hat gemeinsam mit den Projektpartnern NKT, Theva und Linde sowie mit dem Karlsruher Institut für Technologie (KIT) und der Fachhochschule Südwestfalen einenSupraleiter entwickelt, getestet und im Münchner Stromnetz eingebaut. Dieser Prototyp ist im Oktober dieses Jahres erfolgreich im Hauptumspannwerk Menzing in Betrieb gegangen – als der weltweiterste Hochspannungs-Supraleiter,  der alle Komponenten enthält, die für eine Langstreckenverlegung innerhalb einer Großstadt sowie über Land erforderlich sind. Später soll daraus der „mit Abstand längste Hochtemperatur-Supraleiter der Welt“ werden.

SuperLink: Effizientes, stabiles und klimaschonendes Stromnetz

Der 110.000-Volt-Supraleiter wird nun im Betrieb auf Herz und Nieren geprüft. Wenn der Prototyp die an ihn gestellten Anforderungen erfüllt, soll bei Vorliegen der technisch-wirtschaftlichen Voraussetzungen inMünchen der weltweit erste kommerzielle Hochspannungs-Supraleiter verlegt werden.

Mit dem Beginn der Präqualifikation von supraleitenden Kabeln in der 110-kV-Spannungsebene in München ist ein Meilenstein erreicht, der die technische Machbarkeit und den Betrieb im realen Netz eindrucksvoll unter Beweis stellt

Prof. Dr.-Ing. Mathias Noe, Karlsruher Institut für Technologie (KIT)

„Wir wollen eine rund 15 Kilometer lange Hochspannungsleitung zwischen unserem Hauptumspannwerk Menzing und dem Energiestandort Süd in Sendling realisieren“, erklärt Helge-Uve Braun, Technischer SWM Geschäftsführer. Mit dieser innovativen Leitung werde das Stromnetz der SWM Infrastruktur noch zukunftsfähiger und sein Betrieb noch klimaschonender. Diese Innovation werde ihm zufolge weit über Münchens Stadtgrenzen hinaus dazu beitragen, Stromnetze noch effizienter, stabiler und klimaschonender zu machen.

„Mit dem Beginn der Präqualifikation von supraleitenden Kabeln in der 110-kV-Spannungsebene in München ist ein Meilenstein erreicht, der die technische Machbarkeit und den Betrieb im realen Netz eindrucksvoll unter Beweis stellt“, ergänzt Prof. Dr.-Ing. Mathias Noe vom Karlsruher Institut für Technologie.

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