Kraftwerk auf dem Wasser Erste schwimmende PV-Anlage mit SKipp-Technologie: Vertikale Module sparen Platz und CO2

Verantwortliche:r Redakteur:in: Konstantin Pfliegl 1 min Lesedauer

In einem bayerischen Kieswerk wurde die erste Photovoltaikanlage auf dem Wasser mit vertikalen Modulen in Betrieb genommen. Die sogenannte SKipp-Technologie benötigt weniger Platz und ist vor allem vor- und nachmittags effizient.

(Bild:  Sinn Power / Symbolbild)
(Bild: Sinn Power / Symbolbild)

Herkömmliche Photovoltaikanlagen auf dem Wasser haben eine waagrechte Ausrichtung – und überdecken damit eine große Fläche. Das kann zu einem Problem werden, denn bei der Nutzung von Wasserflächen für die Stromerzeugung ist nach rechtlichen Vorgaben eine maximale Flächenversiegelung der Gewässer von 15 Prozent erlaubt. Die „Floating-SKipp“-Module von Sinn Power sind vertikal aufgestellt und benötigen so deutlich weniger Platz.

Im Kieswerk Jais im bayerischen Gilching nahm Sinn Power nun die weltweit erste schwimmende Photovoltaikanlage mit vertikalen SKipp-Modulen in Betrieb. Mit rund 2.600 vertikalen Modulen in Ost-West-Ausrichtung soll die größte Stromproduktion am Vor- und Nachmittag erreicht werden, wenn sich entstehende Überschüsse besonders profitabel in das Netz eingespeist lassen. Zudem spielen Schneelasten keine Rolle, so dass auch im Winter die Sonnenenergie optimal genutzt werden könne.

Kieswerk Jais: Autarkiegrad von rund 65 Prozent in der Stromversorgung

Auf einer Fläche von 13.000 Quadratmetern schwimmen die Module nun in mehreren Reihen im Abstand von jeweils vier Metern auf dem Wasser. Eine Gesamtleistung von 1,8 MWp und die erwartete Jahresstromproduktion von knapp 2 Megawattstunden soll rund 65 Prozent des Strombedarfs des Kieswerks decken. Zusätzlich sollen die CO2-Emissionen  des Kieswerks um 600 Tonnen pro Jahr sinken.  

Die Inbetriebnahme der Photovoltaikanlage mit SKipp-Technologie erfolgte am vergangenen Freitag, unter anderem mit dem bayerischen Ministerpräsidenten Dr. Markus Söder. Um die Welt zum Positiven zu verändern, brauche es eine Kombination aus Innovationen, Hightech und Optimismus, wie der „Münchner Merkur“ Söder zitiert. Die PV-Anlage in Gilching sei dafür ein passendes Beispiel. „Ich finde das großartig“, so der Ministerpräsident.

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