Sekundärreserve Offshore-Windpark Amrumbank West von RWE sorgt künftig für Netzstabilität

Verantwortliche:r Redakteur:in: Konstantin Pfliegl 1 min Lesedauer

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RWE plant, über den Windpark Amrumbank West systemstabilisierende Sekundärregelleistung, eine sogenannte Sekundärreserve, für das deutsche Stromnetz zur Verfügung zu stellen - für mehr Netzstabilität.

(Bild:  RWE)
(Bild: RWE)

Eine systemstabilisierende Sekundärregelleistung, auch bekannt als Sekundärreserve, dient – neben der Primär- und Minutenreserve – der Stabilisierung der Netzfrequenz, die zu jeder Zeit bei 50 Hertz gehalten werden muss. Nur so lassen sich Netzausfälle vermeiden. RWE plant, über den Offshore-Windpark Amrumbank West erstmals eine solche Sekundärreserve für das deutsche Stromnetz zur Verfügung zu stellen.

Netzstabilität: So funktioniert REGELLEISTUNG

Stromproduktion und Stromverbrauch müssen jederzeit im Gleichgewicht sein, damit die Soll-Netzfrequenz von 50 Hertz gewährleistet ist. Wenn es im Netzgebiet irgendwo zu Frequenzschwankungen kommt, dann ruft der jeweilige Übertragungsnetzbetreiber Regelenergie ab, um dem Ungleichgewicht entgegenzuwirken und es anschließend auszugleichen. Die dazu benötigten Kapazitäten werden täglich in Auktionen durch den Übertragungsnetzbetreiber ausgeschrieben.

Der Offshore-Windpark Amrumbank West

Die operative Vermarktung der Sekundärreserve über tägliche Regelenergie-Auktionen soll noch im ersten Quartal 2025 starten. Für die Teilnahme an den Auktionen für Sekundärreserve muss die Angebotsleistung eines Teilnehmers – in diesem Fall das Herunterfahren der Windparkleistung um 60 Megawatt – innerhalb von fünf Minuten vollständig aktiviert werden können.

Das geschieht, indem die Rotorblätter ihre Stellung verändern und so maßgenau aus dem Wind gedreht werden. Hierzu braucht es entsprechende Prozesse und geeignete Technik, die in der Steuerung des Windparks ad hoc auf kurzfristige Windschwankungen reagiert und gleichzeitig in der Vermarktung aktuelle Windprognosen berücksichtigt.

Der RWE-Windpark Amrumbank West liegt rund 37 Kilometer westlich der nordfriesischen Insel Amrum und besteht aus insgesamt 80 Windturbinen mit einer Gesamtleistung von 302 Megawatt. Die erforderliche sogenannte Präqualifikation über eine Kapazität von 60 MW für die Teilnahme  an den Auktionen für Sekundärreserve wurde seitens des Übertragungsnetzbetreibers Tennet kürzlich erteilt.

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