Offshore-Windparks RWE leistet Pionierarbeit mit Transportdrohnen

Quelle: Pressemitteilung 2 min Lesedauer

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RWE hat einen Meilenstein bei der Weiterentwicklung der Offshore-Windparklogistik erreicht. Zum ersten Mal im deutschen Offshore-Luftraum wurden autonome Lang- und Kurzstrecken-Transportdrohnen erfolgreich im täglichen Betrieb von Windparks eingesetzt. In einem mehrphasigen Pilotprojekt verwendete RWE verschiedene Drohnentypen für die Lieferung von Ersatzteilen, Werkzeugen und Verbrauchsmaterialien. 

Autonome Langstreckenflüge vom Hafen zum Offshore-Umspannwerk und zur Windkraftanlage ergänzen die traditionelle Offshore-Logistik und erhöhen die Effizienz.(Bild:  RWE)
Autonome Langstreckenflüge vom Hafen zum Offshore-Umspannwerk und zur Windkraftanlage ergänzen die traditionelle Offshore-Logistik und erhöhen die Effizienz.
(Bild: RWE)

Die Versuche wurden im  RWE-Windpark "Nordsee Ost" (nördlich der Insel Helgoland) und im Offshore-Windpark "Arkona" in der deutschen Ostsee durchgeführt. Partner von RWE hierbei waren Skyways, ein Entwickler und Hersteller autonomer unbemannter Flugsysteme für Langstreckentransporte, Skyports Drone Services, ein Anbieter drohnengestützter Liefer- und Inspektionsdienste, und Ampelmann Operations, ein niederländischer Offshore-Anbieter, der einen sicheren, effizienten Personal- und Materialtransfer ermöglicht.

Drei Testreihen, ein Ziel

Im Rahmen des Pilotprojekts erfolgten 2024 und 2025 insgesamt drei Testreihen. Damit sollte gezeigt werden, wie Transportdrohnen angesichts der herausfordernden Offshore-Umgebung die logistische Flexibilität erhöhen können. 

Die jüngste Testreihe fand im September auf der Insel Rügen statt. Im Rahmen einer dreiwöchigen Flugdemonstration startete regelmäßig eine Drohne von Skyways vom Hafen Mukran. Mit bis zu 10 kg Fracht flog sie autonom eine Strecke von über 40 km zum Offshore-Windpark Arkona. Am Windpark angekommen, warf sie automatisch die Fracht ab und flog dann autonom zum Startpunkt zurück.

Normalerweise werden die Windkraftanlagen des Offshore-Windparks Arkona per Boot mit Material beliefert, was von Rügen mindestens 1 h dauert. Die Drohnen absolvierten ihren Flug in weniger als 30 min. Die Flüge können bei Bedarf gebucht werden und bieten somit eine flexiblere, effizientere und nachhaltigere Alternative für die Lieferung kleiner, zeitkritischer Teile an einen in Betrieb befindlichen Windpark.

Die jüngsten Tests im Offshore-Windpark Arkona stellen laut RWE die erste wiederholte Serie sogenannter Beyond-Visual-Line-of-Sight-Lieferungen zu Windkraftanlagen im deutschen Offshore-Bereich dar. Die vollständig autonomen Flüge hatten eine vordefinierte Flugroute, die nicht von der Mobilfunkabdeckung abhängig war. Sie wurden ohne menschliches Eingreifen und unter vollständiger Einhaltung der entsprechenden Regelwerke durchgeführt.

Lieferungen über kurze Distanz 

Anfang dieses Jahres hat RWE zudem Pionierarbeit bei Kurzstreckenflügen zwischen einem Service-Schiff und Windkraftanlagen in ihrem Offshore-Windpark Nordsee Ost geleistet. Bei diesen Versuchen wurden Nutzlasten von bis zu 30 kg mit einer elektrischen Multirotor-Drohne transportiert, die mittlerweile bis zu 100 kg Fracht befördern kann. Durch die Vorablieferung von Ersatzteilen, Werkzeugen und Verbrauchsmaterialien auf die Turbinen lassen sich zwei zentrale Herausforderungen bei der Wartung von Offshore-Windparks bewältigen: Überfrachtung und lange Kranzeiten. Die Versuche haben gezeigt, dass sich künftig mindestens 1,5 h pro Turbinenbesuch vermeiden lassen. Darüber hinaus ließen sich der Kraftstoffverbrauch der Schiffe und die Arbeitsbelastung der Techniker reduzieren. Die von Ampelmann Operations unterstützten Tests umfassten auch die Simulation eines medizinischen Notfalls, wobei notwendige Materialien mit der Drohne zur Gondel geliefert wurden und so das Potenzial von Drohnen in kritischen Szenarien demonstriert wurde.

In dem Pilotprojekt mit Transportdrohnen fanden mehr als 80 erfolgreiche Flüge in Offshore-Windparks statt. Nachdem die technische Machbarkeit unter Beweis gestellt ist, wird sich RWE auf die Skalierung konzentrieren.

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