Virtuelle Batterien Neues Konzept für gewerbliche Mehrmieter-Gebäude

Quelle: Pressemitteilung 2 min Lesedauer

Solaredge und Solation haben ein neues Konzept für Gewerbegebäude mit mehreren Mietern entwickelt: Virtuelle Batterien ermöglichen eine effizientere Nutzung von Solarstrom ganz ohne physische Speicher. Ein erstes Pilotprojekt in Stuttgart läuft bereits.

Das virtuelle Batteriekonzept von Solation maximiert den Solarverbrauch in gewerblichen Mehrmieterhäusern.(Bild:  Sepp Morrison)
Das virtuelle Batteriekonzept von Solation maximiert den Solarverbrauch in gewerblichen Mehrmieterhäusern.
(Bild: Sepp Morrison)

Solaredge und Solation geben die Einführung eines neuen Konzepts für Mehrmieter-Gewerbegebäude in Deutschland bekannt. Die von Solation patentierten virtuellen Batterien entsprechen der deutschen Mieterstromverordnung und maximieren den Verbrauch von Solarenergie. Vermieter und Mieter erhalten im Gegenzug für die Nutzung ihrer Dachfläche eine garantierte Ermäßigung von 10 Prozent auf ihre Energiekosten.

Virtuelle Batterien maximieren die Nutzung von Solarstrom

Die von Solation finanzierte Dachsolaranlage versorgt das gesamte Gebäude mit Strom, einschließlich der Gemeinschaftsräume und der Büros aller Mieter. Die vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderte virtuelle Batterie sorgt dafür, dass die auf dem Dach gewonnene Solarenergie innerhalb des Gebäudes voll ausgeschöpft wird. 

Die Idee ist einfach: Nicht jeder Mieter entscheidet sich für die Teilnahme am Solarprogramm. Der Anteil des Solarstroms, den Nichtteilnehmer hätten verbrauchen können, geht nicht verloren. Stattdessen wird er als „virtuell gespeichert” behandelt und später den teilnehmenden Mietern zugewiesen. Auf diese Weise profitieren diese Mieter von einem größeren Anteil an lokaler Solarenergie, der Eigenverbrauch des Gebäudes steigt deutlich – und das alles ohne die Notwendigkeit einer physischen Batterie. 

Regulatorische und buchhalterische Hürden 

„Gewerbliche Mehrmietergebäude sind nach wie vor ein weitgehend unerschlossener Markt für Solarenergie, nicht wegen fehlender Dachflächen, sondern aufgrund regulatorischer und buchhalterischer Hürden“, erklärt Sebastian Hugl, CEO von Solation. „Wenn Vermieter Solarstrom vom Dach direkt an Mieter verkaufen, riskieren sie den Verlust wertvoller Steuervorteile und sehen sich mit hochkomplexen Abrechnungsstrukturen konfrontiert. Im Vergleich zu einfacheren Anlageklassen wie Logistikimmobilien ist die Umsetzung von Solar-Modellen für Mieter daher weitaus schwieriger.” 

„Unser Angebot löst dieses Problem direkt – nicht nur für einzelne Gebäude, sondern skalierbar für ganze Portfolios und Gewerbegebiete“, fährt Hugl fort. Die virtuelle Batterie sorge dafür, dass der vor Ort erzeugte Solarstrom nicht verschwendet wird, wenn einige Mieter sich gegen eine Teilnahme entscheiden, sodass das Gebäude einen deutlich höheren Eigenverbrauch erzielen kann, ohne dass eine physische Speicherung erforderlich ist. 

FRIO3, ein neues Mehrmieter-Gewerbegebäude im Stuttgarter Gewerbegebiet Weilimdorf, markiert die erste Zusammenarbeit zwischen Solation und Solaredge.(Bild:  Sepp Morrison)
FRIO3, ein neues Mehrmieter-Gewerbegebäude im Stuttgarter Gewerbegebiet Weilimdorf, markiert die erste Zusammenarbeit zwischen Solation und Solaredge.
(Bild: Sepp Morrison)

Erste Umsetzung in Stuttgart

Der erste Standort mit einer virtuellen Batterie ist nun bei FRIO3 in Betrieb, einem neuen Mehrmieter-Gewerbegebäude im Stuttgarter Gewerbegebiet Weilimdorf. Das Gebäude verbraucht jährlich 270.000 Kilowattstunden (kWh). Die neue Photovoltaikanlage mit 222 Solarmodulen auf dem Dach wird voraussichtlich 95.000 kWh pro Jahr erzeugen und damit die CO₂-Emissionen des Gebäudes um etwa 28 Tonnen pro Jahr senken.  

Mit dem neuen virtuellen Metering-System verbraucht das Gebäude bereits 83 Prozent seiner täglich produzierten Solarenergie, wobei die überschüssige Energie an das Netz verkauft wird. Das Projekt soll auf alle zukünftigen Installationen ausgeweitet werden. Dank der hohen Energieerträge, die durch Wechselrichter und Leistungsoptimierer ermöglicht werden, rechnen die Beteiligten mit einer Amortisationszeit von nur 5,3 Jahren. 

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