Sichere Wasserstoffprüfungen Materialprüfung für Wasserstoffanwendungen: Sicherer Test unter realen Anwendungsbedingungen

Von 2 min Lesedauer

Wasserstoff gewinnt als sauberer Energieträger zunehmend an Bedeutung. Für Scioflex Hydrogen ist eine präzise Materialprüfung und Zertifizierung von Komponenten und Materialien für Wasserstoffprodukte essenziell. Das Prüflabor setzt dabei auf Prüfmaschinen von Zwickroell.

(Bild: arradee/AdobeStock)
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Für Dr. Bernd Schrittesser, Geschäftsführer von Scioflex Hydrogen, eröffnen Zwickroell-Prüfsysteme ein komplett neues Feld der Materialcharakterisierung unter Einfluss von Wasserstoff.  (Bild: Scioflex Hydrogen)
Für Dr. Bernd Schrittesser, Geschäftsführer von Scioflex Hydrogen, eröffnen Zwickroell-Prüfsysteme ein komplett neues Feld der Materialcharakterisierung unter Einfluss von Wasserstoff.
(Bild: Scioflex Hydrogen)

Materialprüfung unter Wasserstoff: Neue Wege zur präzisen Charakterisierung und Lebensdauervorhersage

Um verlässliche Aussagen über die Materialeigenschaften treffen zu können, müssen die Werkstoffe unter möglichst realen Anwendungsbedingungen geprüft werden. Bei Wasserstoffprüfungen ergeben sich daraus zahlreiche Herausforderungen, die unter anderem aus der hohen Durchdringungsfähigkeit, der Wasserstoffversprödung und der hohen Reaktivität resultieren. „Mit den Zwickroell-Prüfsystemen können wir die Materialeigenschaften unter Anwendungsbedingungen perfekt charakterisieren. Dies ermöglicht ein komplett neues Feld der Materialcharakterisierung unter Einfluss von Wasserstoff zu erschließen“, unterstreicht Dr. Bernd Schrittesser Geschäftsführer von Scioflex Hydrogen. Dies führe zu einem besseren Materialverständnis, einer zuverlässigeren Materialauswahl und Bruchmechanik sowie präziserer Lebensdauervorhersagen.

Wasserstoffprüfungen an Metallen und Kunststoffen

Für vielfältige kraft- und dehnungsgeregelte Zeitstandermüdungsversuche auch unter Wechsellast – etwa zur Bestimmung der Wasserstoffversprödung und zur Hohlprobenprüfung – setzt das Start-up mit Sitz im österreichischem Mattersburg die Zeitstandprüfmaschine „Kappa 100 SS-CF“ sowie die servohydraulische Zwickroell „HA100“ mit 400-bar-Autoklav ein. Damit führt das Unternehmen Materialcharakterisierungen im Bereich Wasserstofftechnologien für Neu- und Serienprodukte sowie für spezielle Problemstellungen seiner Kunden durch. Dazu gehören im Bereich Metalle Hohlprobenprüfungen, Zugversuche und Ermüdungsversuche an Gewindeproben sowie bruchmechanische Untersuchungen an CT-Proben 1/2‘‘. Zu den Prüfungen an Kunststoffen zählen Zugversuche, dynamisch mechanische Charakterisierungen, Ermüdungsversuche und verschiedene bruchmechanische Untersuchungen.

Materialprüfung: Von SSRT bis Hochfrequenz-Tests mit variablen Lastbereichen

Beide Maschinen können über einen weiten Bereich von Frequenz und Last eingesetzt werden und ergänzen sich in puncto Prüfgeschwindigkeit von „langsam“ (Kappa 100 SS-CF) zu „schnell“ (HA100). Mit den Lösungen besteht die Möglichkeit, im Bereich niedriger Dehnraten zu arbeiten, um SSRT-Untersuchungen (Slow Strain Rate Tests) zu ermöglichen und bis zu einer Frequenz von 20 Hz bruchmechanische oder Ermüdungsexperimente zu implementieren. Darüber hinaus lassen sich dank verschiedener Kraftsensoren unterschiedliche Lastbereiche bis 100 kN abdecken und optional eine Temperierkammer für Messungen im Bereich - 40 bis + 100 °C implementieren.

Die Zwickroell-Prüfsysteme unterstützen Scioflex dabei, das Ziel zu erreichen, eine „akkreditierte Prüfstelle für Werkstoffe im Bereich Wasserstoffanwendungen“ zu werden“, so Schrittesser. Außerdem tragen dazu sie bei, „dass Wasserstoff als zuverlässiger und sicherer Energieträger anerkannt wird.“

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