Studie So lassen sich die Ladestromkosten zu Hause um zwei Drittel senken

Verantwortliche:r Redakteur:in: Konstantin Pfliegl 2 min Lesedauer

Eine Studie fand heraus, dass E-Autofahrer ihre Ladestromkosten um 68 Prozent reduzieren können, wenn sie ein Smart Meter nutzen und zu optimalen Zeiten laden.

(Bild:  artisttop / Adobe Stock)
(Bild: artisttop / Adobe Stock)

Die gestiegenen Stromkosten belasten zwar alle Haushalte – aber vor allem Fahrer von E-Autos bekommen sie zu spüren, wenn sie regelmäßig zu Hause laden. Doch ein Laden zur richtigen Uhrzeit und der Einsatz eines intelligenten Stromzählers, eines Smart Meters, spart eine  Menge Ladestromkosten. Das geht aus der Studie „Intelligentes Laden“ des Beratungsunternehmens Neon im Auftrag des Green-Techs Rabot Energy hervor.

Ladestromkosten für das E-Auto zu Hause: Wer zur richtigen Zeit das Auto an die Steckdose anschließt, spart eine Menge Geld.(Bild:  Rabot Energy)
Ladestromkosten für das E-Auto zu Hause: Wer zur richtigen Zeit das Auto an die Steckdose anschließt, spart eine Menge Geld.
(Bild: Rabot Energy)

Weniger Ladestromkosten beim intelligenten Laden

Durch das Verschieben der Ladevorgänge in günstige Mittags- oder Nachtstunden reduzieren sich laut der Studie die reinen Stromkosten inklusive aller gesetzlichen Abgaben um insgesamt 68 Prozent. In konkreten Zahlen: von 475 auf 154 Euro.

Diese Ersparnis ist auf dynamische Stromtarife und Netzentgelte zurückzuführen und setzt sich wie folgt zusammen: Durch intelligentes Laden in dynamischen Stromtarifen reduziert sich die Stromrechnung um 47 Prozent, also 222 Euro. Die Optimierung im Day-Ahead-Markt bringt weitere 33 Prozent Ersparnis und die im Intraday-Markt zusätzliche 14 Prozent.

Berechnungsgrundlagen der Studie

Beim konventionellen Laden im Fixtarif wird ein Strompreis von 30 Cent pro Kilowattstunde (ct/kWh) angenommen. Hierin enthalten sind die Beschaffungspreise sowie gesetzliche Kosten und Abgaben. Stromanbieterabhängige Kostenbestandteile, wie Vertriebskosten, Risikoabsicherung, Vermarktungs- und Administrationskosten, bleiben unberücksichtigt, da sie nicht bei allen Stromversorgern gleichermaßen anfallen. Ebenso bleibt der Grundpreis unberücksichtigt, weil dieser unabhängig vom Elektroauto bei allen Verbrauchern anfällt. Basierend auf diesen Annahmen errechneten die Studien-Macher beim konventionellen Laden zuhause Stromkosten in Höhe von 475 Euro pro Jahr. 

Auf Basis des realen Fahrverhaltens eines Berufspendlers wurde errechnet, in welcher Höhe Ladestromkosten beim konventionellen Laden zuhause anfallen. Konventionell heißt, dass das Auto sofort nach dem Nachhausekommen und zum immer gleichen Strompreis geladen wird. Diesen Kosten werden die Ladekosten gegenübergestellt, die bei einer intelligenten Ladestrategie anfallen. Hier werden die Ladevorgänge zeitlich an die Strompreise angepasst, um möglichst günstig zu laden.

Dabei gehen die Macher der Studie davon aus, dass der Berufspendler jährlich 10.442 Kilometer mit seine E-Auto zurücklegt und 72 Prozent des benötigten Stroms zu Hause lädt. Die maximale Ladeleistung zuhause liegt bei üblichen 11 Kilowatt, während die Speicherkapazität der Fahrzeugbatterie 45 Kilowattstunden beträgt. Um das Fahrzeug uneingeschränkt nutzen zu können, muss der Batterieladestand morgens um 6 Uhr mindestens 60 Prozent betragen.

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