Erneuerbare Energien Nur wenige möchten eine Stromtrasse vor der Haustüre haben

Verantwortliche:r Redakteur:in: Konstantin Pfliegl 1 min Lesedauer

Solarenergie, Windkraft oder Geothermie – das stört Bürger in der Nähe ihrer Wohnung kaum. Doch eine Stromtrasse wollen viele nicht sehen, wenn sie daheim am Fenster stehen. 

(Bild:  Kara / Adobe Stock)
(Bild: Kara / Adobe Stock)

Erneuerbare Energien sind mittlerweile die wichtigste Stromquelle für Deutschland. Sie sind laut dem Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz von zentraler Bedeutung für die Versorgungssicherheit. Doch das funktioniert nicht ohne dem Rückgrat der Energiewende: dem Stromnetz. Damit die Stromversorgung sicher und bezahlbar bleibt, brauchen wir mehrere tausend Kilometer neue Stromtrassen. Doch wenn es nach den Bürgern geht, dann bitte nicht vor der eigenen Haustüre.

Die Akzeptanz für eine Anlage für erneuerbare Energien im Umkreis von fünf Kilometern rund um das Zuhause ist deutlich höher, wenn sie damit bereits Erfahrung haben. Nur bei einer Stromtrasse ist die Akzeptanz dennoch überschaubar.(Bild:  Agentur für Erneuerbare Energien)
Die Akzeptanz für eine Anlage für erneuerbare Energien im Umkreis von fünf Kilometern rund um das Zuhause ist deutlich höher, wenn sie damit bereits Erfahrung haben. Nur bei einer Stromtrasse ist die Akzeptanz dennoch überschaubar.
(Bild: Agentur für Erneuerbare Energien)

Die Akzeptanz von Anlagen für erneuerbare Energien ist in der Bevölkerung groß: So geben 57 Prozent an, dass sie es „sehr gut“ oder „eher gut“ fänden, wenn eine Erneuerbare-Energien-Anlage in ihrer unmittelbaren Nachbarschaft gebaut würde. Unter denjenigen, die bereits Erfahrung mit entsprechenden Anlagen in ihrer Nachbarschaft haben, geben dies sogar 87 Prozent an. Das geht aus einer aktuellen deutschlandweiten Umfrage von Yougov im Auftrag der Agentur für Erneuerbare Energien (AEE) hervor.

Unbeliebte Stromtrassen

Zum Beispiel ein Solardach in einem Umkreis von 5 Kilometern um das eigene Zuhause befürworten 70 Prozent der Befragten. Wenn bereits eine entsprechende Anlage in der Nähe steht, dann sind es sogar 87 Prozent. Bei einer Windenergieanlage sind es 70 beziehungsweise 82 Prozent und bei einer Geothermieanlage 50 beziehungsweise 69 Prozent.

Deutlicher weniger groß ist die Zustimmung hingegen bei Strommasten einer Überland-Stromleitung. Lediglich 27 Prozent können sich damit in der Nähe ihrer Wohnung oder ihres Hauses anfreunden. Und wenn bereits eine Stromtrasse vorhanden sind, dann sind es auch nur 37 Prozent.

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