Deutsche Bundesstiftung Umwelt Energieträger: Mehrheit für die stärkere Nutzung erneuerbarer Energien

Verantwortliche:r Redakteur:in: Konstantin Pfliegl 2 min Lesedauer

Eine Atomkraft-Renaissance wird immer wieder diskutiert. Eine Umfrage der Deutschen Bundesstiftung Umwelt zeigt: Die Mehrheit ist für erneuerbare Energien als Energieträger – und nicht für Kernkraft.

(Bild:  fanjianhua / Adobe Sock)
(Bild: fanjianhua / Adobe Sock)

Die Debatte um eine Renaissance der Atomkraft in Deutschland reißt nicht ab. Inmitten der hitzigen politischen Diskussionen zeigt eine aktuelle Umfrage des forsa-Meinungsforschungsinstituts im Auftrag der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU): Auf die Frage, welche Energieträger in Deutschland für mehr Unabhängigkeit von Energieimporten und Vermeidung von Versorgungsengpässen künftig deutlich stärker genutzt werden sollten, ist eine deutliche Mehrheit der Deutschen für die stärkere Nutzung erneuerbarer Energien – und nicht für Kernkraft. Besonders die 18- bis 29-Jährigen und die über 60-Jährigen vertreten diese Ansicht.

Laut aktueller Umfrage des forsa-Meinungsforschungsinstituts im Auftrag der Deutschen Bundesstiftung Umwelt ist eine klare Mehrheit für eine stärkere Nutzung erneuerbarer Energien als Energieträger.(Bild:  Deutsche Bundesstiftung Umwelt)
Laut aktueller Umfrage des forsa-Meinungsforschungsinstituts im Auftrag der Deutschen Bundesstiftung Umwelt ist eine klare Mehrheit für eine stärkere Nutzung erneuerbarer Energien als Energieträger.
(Bild: Deutsche Bundesstiftung Umwelt)

Energieträger: Solar- und Windenergie besonders beliebt

Die bundesweite Erhebung für den DBU-Umweltmonitor „Digitalisierung und Nachhaltigkeit“ wandte sich an mehr als 1000 Befragte ab 18 Jahren. Die ermittelten Ergebnisse können laut der Deutschen Bundesstiftung Umwelt auf die Gesamtheit der erwachsenen Bevölkerung in Deutschland übertragen werden. Demnach plädieren 76 Prozent der Deutschen dafür, Solarenergie stärker als bisher zu nutzen, um Deutschland unabhängiger von Energieimporten zu machen. Bei der Windenergie sind es insgesamt noch 70 Prozent. Und 66 Prozent der Befragten setzen für größere Autarkie bei der Energieversorgung auf Wasserstoff aus erneuerbaren Energien.

Eine Kernenergie befürworten hingegen lediglich 29 Prozent, noch weniger Menschen halten Gas (13 Prozent) oder Kohle (5 Prozent) für wichtig.

Die Frage danach, welche Energieträger in Deutschland in Zukunft stärker genutzt werden sollen, hat wegen der geopolitischen Ereignisse eine enorme Bedeutung.

Alexander Bonde, Generalsekretär der Deutschen Bundesstiftung Umwelt

„Die Frage danach, welche Energieträger in Deutschland in Zukunft stärker genutzt werden sollen, hat wegen der geopolitischen Ereignisse eine enorme Bedeutung“, erklärt DBU-Generalsekretär Alexander Bonde.  Deutschlands Ausstieg aus der Atomkraft im vergangenen Jahr spiele dabei ebenso eine Rolle „wie Russlands furchtbarer immer noch andauernden Angriffskrieg gegen die Ukraine bis zur vorgezogenen Bundestagwahl im Februar 2025“. Die Umfrage macht laut Bonde eines klar: „Die Zukunft der Energieversorgung gehört den erneuerbaren Energien. Sie sind zugleich der Garant für mehr Umweltschutz. Das hat die Mehrheit der Deutschen erkannt.“

Wenig Akzeptanz für Kohle

Während Gas noch von 11 bis 15 Prozent der verschiedenen Altersgruppen als Energieträger der Zukunft gesehen wird, sinkt die Akzeptanz von Kohle rapide: Unter den 45- bis 59-Jährigen wollen nur noch 2 Prozent eine stärkere Nutzung für mehr Energieunabhängigkeit. Bei bei den über 60-Jährigen sind es 4 Prozent, und in den beiden anderen Altersgruppen (18- bis 29-Jährige und 30- bis 44-Jährige) noch jeweils 7 Prozent.

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