Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft Elektromobilität: Fünf-Punkte-Plan der Energiewirtschaft

Verantwortliche:r Redakteur:in: Konstantin Pfliegl 2 min Lesedauer

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Die Energiewirtschaft sieht einen weiteren Hochlauf der Elektromobilität als zentralen Hebel für eine zukünftige Verkehrspolitik.

(Bild:  mmphoto / Adobe Stock)
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Wie geht es weiter mit dem Automobilstandort Deutschland – bewegen sich die Autohersteller immer mehr in Richtung Standstreifen oder schaffen sie wieder den Weg auf die Überholspur? Und wie geht es in Sachen Elektromobilität weiter? Für den Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) ist ein starker, entwickelter Elektromobilitätsmarkt in Deutschland und Europa die beste Standortpolitik, um sich auch international als Technologiestandort zu behaupten.

Wichtig ist, dass die Unternehmen sich weiterhin auf die staatlichen Rahmenbedingungen verlassen können, die einen Hochlauf der E-Mobilität unterstützen.

Kerstin Andreae, Vorsitzende der Hauptgeschäftsführung des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW)

Elektromobilität: Fünf Punkte für einen starken Standort Deutschland

Eines ist klar: Technologieführerschaft in der Mobilität von Morgen ist elektrisch. In einem starken Leitmarkt könnten dem Verband zufolge die Unternehmen die Produkte und Dienstleistungen erfolgreich weiterentwickeln. Hierfür hat der BDEW, der nach eigenen Angaben als einer der bedeutendsten Wirtschaftsverbände Deutschlands die Interessen der Energie- und Wasserwirtschaft vertritt, fünf Punkte identifiziert, mit denen dieser Leitmarkt gestärkt und politisch richtig flankiert werden kann: 

  • Europäisch denken – keine deutschen Sonderregeln, Elektromobilität endet nicht an der Landesgrenze.

  • EU-CO2-Flottengrenzwerte beibehalten, sie sind aktuell die verlässlichste Rahmensetzung für die Elektromobilität.

  • Nachhaltige Steueranreize für E-Fahrzeuge setzen statt teurer Förderprogramme.

  • Ladesäulenausbau entbürokratisieren: Flächen öffnen, Genehmigungen entschlacken.

  • Staatliche Ladesäulen-Förderung beenden – der Wettbewerb liefert schneller und besser!

„Elektromobilität ist ein Erfolgsmodell. Das zeigt auch unsere regelmäßige Umfrage unter E-Autofahrern: 97 Prozent würden sich wieder für den Kauf eines Elektroautos entscheiden“, so Kerstin Andreae, Vorsitzende der BDEW-Hauptgeschäftsführung. Dieses klare Bekenntnis unterstreiche nicht nur die positiven Erfahrungen mit der Technologie, sondern auch die zunehmende Akzeptanz der Elektromobilität in der breiten Bevölkerung, da auch die absolute Anzahl an E-Autofahrern steigt. Wir seien inzwischen in einem Massenmarkt angekommen. E-Autos würden in den nächsten Jahren das „Neue Normal“ auf Deutschlands Straßen sein.

„Wichtig ist, dass die Unternehmen sich weiterhin auf die staatlichen Rahmenbedingungen verlassen können, die einen Hochlauf der E-Mobilität unterstützen. Wir sollten uns eher an einem Erfolgsmodell wie Norwegen orientieren, das über die gezielte Besteuerung die Attraktivität von E-Fahrzeugen nachhaltig gestärkt hat, als über neue Förderung zu diskutieren“, ergänzt Kerstin Andreae. Der Politik müsse klar sein: „Die Entwicklung zukunftsweisender Elektromobilitätsprodukte in Deutschland erfordert, dass wir mehr für Elektromobilität tun. Ein starker Heimatmarkt ist die beste Standortpolitik. Das muss der Leitfaden für die politischen Rahmenbedingungen sein.“

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