Referent beim r.energy Summit 2024 Christian Roßkopf, GP Joule: Wasserstoff-Mobilität an der Nordseeküste

Verantwortliche:r Redakteur:in: Winfried Rauscheder 3 min Lesedauer

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Nur fünf Projekte zur Sektorkopplung weltweit hat IRENA, die internationale Agentur für Erneuerbare Energien, in ihrem Report Regierungen in aller Welt als beispielhaft vorgestellt. Eines davon stammt aus Deutschland: das Wasserstoff-Mobilitätskonzept eFarm von GP Joule.

Wasserstoff-Busse an einer H2-Tankstelle von eFarm(Bild:  GP Joule / eFarm)
Wasserstoff-Busse an einer H2-Tankstelle von eFarm
(Bild: GP Joule / eFarm)

Seit ihren Anfängen im Jahr 2017 hat das Wasserstoff-Mobilitätsprojekt „eFarm“ im Kreis Nordfriesland die anerkennende Bewunderung vieler Menschen gefunden, die auf nachhaltige, abgasfreie Art jederzeit mobil sein wollen. Und das nicht nur in der Großstadt mit ihren gut ausgebauten Nahverkehrssystemen – sondern auch auf dem „flachen Land“ in Schleswig-Holstein.

Das Verbundprojekt an der friesischen Nordseeküste ist Deutschlands größtes und technisch fortschrittlichstes Projekt zur sektor-übergreifenden Wasserstoff-Mobilität. Es wurde 2022 mit dem Deutschen Mobilitätspreis ausgezeichnet und von IRENA, der internationalen Agentur für Erneuerbare Energien, vor Regierungsvertretern aus alles Welt als „beispielhaft für die Energiewende“ präsentiert.

Überschuss-Strom wird in eFarm-Anlagen in Wasserstoff umgewandelt

In dem Küstenabschnitt vor den Nordseeinseln Sylt und Föhr können Einheimische und Besucher Tag für Tag die Normalität einer durchgängig elektrischen Mobilität erleben – und im wahrsten Sinne des Wortes „er-fahren“: Alle Anlagen und Fahrzeuge, die zum kommunalen Verkehrs-Vorzeigeprojekt eFarm gehören, werden ausschließlich von erneuerbarer Energie angetrieben. Erzeugt wird diese in großen Wind- und Solarparks, deren Turbinen und Photovoltaik-Module den „grünen Strom“ in großer Menge produzieren. Sogar deutlich mehr, als vor Ort für die Stromversorgung verbraucht wird.

Aber anders als anderswo geht dieser „zuviel erzeugte“ Strom im eFarm-Ökosystem zu keinem Zeitpunkt verloren - oder führt gar zur Überlastung des regionalen Stromnetzes. Gesteuert von einem ausgeklügelten Energiemanagement-System, wird der Überschuss-Strom entweder gezielt verbraucht oder für später gespeichert. Das geschieht zum Teil in riesigen batterie-elektrischen Speichersystemen - aber hauptsächlich in Form von „grünem“ Wasserstoff.

Grüner Wasserstoff – das „flüssige Gold“ der Energiewende

Denn um Wasserstoff per Elektrolyseverfahren CO2-frei erzeugen zu können, wird jede Menge (erneuerbar erzeugter) Strom gebraucht. Im „eFarm-Land“ sind leistungsstarke Elektrolyseure in ausreichender Zahl vorhanden – und sorgen für ein „regeneratives Perpetuum Mobile“. In welcher Form auch immer elektrischer Strom oder andere fossil-freie Treibstoffe gerade gebraucht werden: Jederzeit stehen sie in Nordfriesland in ausreichender Menge zur Verfügung.

Mit flüssigem Wasserstoff werden zum Beispiel Busse und LKWs mit Brennstoffzellen-Motoren betankt, aus deren „Auspuff“ keinerlei Abgase kommen, sondern nur Luft und Wasser. Genau diese Wasserstoff-betriebenen Fahrzeuge sind vor Ort im Dauereinsatz – zum Transport von Menschen ebenso wie zu dem von Gütern aller Art. Hinzu kommen eine ständig steigende Anzahl von privaten und gewerblichen PKWs und Kleintransportern, die ihre Wasserstoff-Tanks ebenfalls an den eFarm-Zapfsäulen auffüllen. 

Ausgewiesener Fachmann für nachhaltige Energiekonzepte in Unternehmen

In diesem anregenden „voll-elektrischen“ Berufsumfeld ist Christian Roßkopf zuhause – der erste Referent, der am 18. September im Würzburger Vogel Communication Center (VCC) den r.energy Summit 2024 eröffnet. Der Fachmann für thermochemische Speichersysteme war lange in den Innovationsbereichen der Automobilindustrie (BMW, Audi u.a.) tätig. 2020 wechselte er zu GP Joule – dem konsequentesten Vorreiter der Energiewende unter Deutschlands Energieversorgern.

Als Geschäftsführer verantwortet Roßkopf dort die Entwicklung von sektorenübergreifenden Lösungen zur erneuerbaren Energieversorgung – der „Sektorkopplung“. An der kreativen Umsetzung des international bewunderten eFarm-Konzepts war er mit seinem Team maßgeblich beteiligt. 

Und auch die Tatsache, dass ausgerechnet das kultige Hardrock-Festival in Wacken heute eines der „energetisch saubersten“ Musik-Großevents der Welt ist, ist ganz wesentlich der Expertise von Christian Roßkopf und seinen Kolleginnen und Kollegen zu verdanken. Denn der regionale Energieversorger in Wacken, der (wo immer möglich) auf 100 Prozent fossilfreie Energie setzt, ist – ganz richtig: GP Joule.

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