Hybrion-PEM-Elektrolyse-Stacks Wasserstoff-Zukunft beginnt bei Bosch: Neuer 2,5-MW-Elektrolyseur in Betrieb

Verantwortliche:r Redakteur:in: Konstantin Pfliegl 2 min Lesedauer

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Bosch nimmt am Standort Bamberg zwei Hybrion-PEM-Elektrolyse-Stacks in Betrieb. Der 2,5-Megawatt-Elektrolyseur erzeugt bis zu eine Tonne Wasserstoff pro Tag.

(Bild:  Bosch)
(Bild: Bosch)

Das Unternehmen spricht von einem wichtigen Meilenstein: Nach dem offiziellen Markteintritt im März nimmt Bosch zwei Hybrion-PEM-Elektrolyse-Stacks (Protonen-Austausch-Membran, PEM) am Standort Bamberg in Betrieb. Mit einer Leistung von 2,5 Megawatt wandelt der Elektrolyseur Wasser mithilfe von erneuerbarem Strom in Wasserstoff (H2) und Sauerstoff um – und erfüllt dabei die EU-Vorgaben für erneuerbaren Wasserstoff.

Mit der Inbetriebnahme des Elektrolyseurs im fränkischen Bamberg beginnt laut Bosch auch ein neues Kapitel: Der Elektrolyseur ist Teil einer ganzen Wasserstofflandschaft, in der unter anderem aufgezeigt wird, wie Wasserstoff produziert, gespeichert und weiterverwendet werden kann. „Wasserstoff spielt eine Schlüsselrolle für eine klimaneutrale Welt, auf die wir uns in Deutschland und Europa gesellschaftlich verständigt haben, und eignet sich hervorragend als Energieträger“, so Dr. Markus Heyn, Bosch-Geschäftsführer und Vorsitzender des Geschäftssektors Mobility. H2 lasse sich klimaneutral erzeugen, speichern und transportieren – und zwar nahezu überall.

Fuel Cell Power Modules im Dauertest

Der Elektrolyseur wurde vom Unternehmen Fest aus Goslar gebaut. Herzstück sind zwei in Bamberg gefertigte Hybrion-Elektrolyse-Stacks von Bosch. Mit 1,25 Megawatt Leistung produziert jeder dieser Stacks rund 23 Kilogramm H2 pro Stunde aus Wasser und Strom. Unter Volllast kann der Elektrolyseur damit täglich mehr als einer Tonne Wasserstoff erzeugen.

Zur Einordnung:  Mit dieser Menge schafft es ein elektrisch betriebener 40-Tonnen-Lkw mit einem Fuel Cell Power Module (FCPM) von Bosch bis zu 14.000 Kilometer weit.

Und solche FCPMs nimmt man in der Bamberger Wasserstofflandschaft in einem sogenannten Lifetime-Container in Dauerbetrieb, um sie auf ihre Haltbarkeit zu testen. Dafür strömt der Wasserstoff aus dem Elektrolyseur über ein Leitungsnetz in den Container. Der Prozess, der zuvor zur Erzeugung von H2 in den PEM-Elektrolyse-Stacks stattgefunden hat, wird in den Brennstoffzellen-Stacks der FCPM durch die Zuführung von Wasserstoff und Sauerstoff nun umgekehrt: Es entstehen Wasser und elektrische Energie. Der durch die FCPM erzeugte Strom fließt zurück in den Elektrolyseur, um ihn zu testen und zugleich lokal H2 zu erzeugen. Die Tests im Lifetime-Container laufen rund um die Uhr und simulieren verschiedenste Einsatzszenarien, um die Langlebigkeit und Zuverlässigkeit der Brennstoffzellen-Antriebssysteme zu gewährleisten.

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