Hintergrundpapier Analyse der Wärmewende in den Bundesländern

Quelle: Pressemitteilung 2 min Lesedauer

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Der Anteil Erneuerbarer Energien an der Wärmeversorgung liegt bundesweit bei 18,1 %. Die Wärmewende verläuft regional jedoch sehr unterschiedlich. Die Agentur für Erneuerbare Energien (AEE) analysiert in einem neuen Hintergrundpapier den Status quo und die Entwicklung der Wärmeversorgung in den Bundesländern.

Wo die Bundesländer bei der Wärmeversorgung aktuell stehen und wie sie diese entwickeln, analysiert die Agentur für Erneuerbare Energien (AEE) in einem neuen Hintergrundpapier.(Bild:  www.stock.adobe.com - skcpdesign)
Wo die Bundesländer bei der Wärmeversorgung aktuell stehen und wie sie diese entwickeln, analysiert die Agentur für Erneuerbare Energien (AEE) in einem neuen Hintergrundpapier.
(Bild: www.stock.adobe.com - skcpdesign)

Vorreiter bei der kommunalen Wärmeplanung ist Baden-Württemberg, wo Wärmepläne in den Städten und Gemeinden schon seit 2020 verpflichtend sind: Bereits 26 % der Kommunen verfügen hier über einen Wärmeplan. Im nächstplatzierten Flächenland Nordrhein-Westfalen sind es 12 %. Das Land mit der größten Anzahl an Kommunen, in denen Wärmepläne erstellt werden müssen, ist Rheinland-Pfalz. Hier haben 7 % der Städte und Gemeinden ihre Wärmeplanung abgeschlossen, was genau dem Bundesdurchschnitt entspricht.

Der Bund gibt als Zieljahr 2045 für treibhausgasneutrale Wärme vor. Drei Viertel der Kommunen setzen ambitioniertere Ziele und streben 2040 Klimaneutralität an. 7 % wollen diese Zielmarke bereits im Jahr 2035 erreichen. Wärmenetze decken nach Angaben der Pläne aktuell einen Anteil des Wärmebedarfs von durchschnittlich 9 %. Dieser soll auf 37 % steigen.

Biomasse mit größtem Anteil an erneuerbarer Fernwärme

Die Möglichkeiten der Bundesländer, die Wärmewende voranzutreiben, variieren stark und hängen von geografischen, geologischen und sozioökonomischen Bedingungen ab. Biomasse hat den größten Anteil an erneuerbarer Fernwärme, weshalb Länder mit viel Landwirtschaft und Waldflächen vorn liegen. Bayern erzeugte 2022 mit 5,4 Milliarden kWh bundesweit die meiste Fernwärme aus Erneuerbaren Energien, gestützt durch große Geothermiekapazitäten (385 von 408 MW deutschlandweit), was anteilig 33,7 % ausmacht. Dahinter folgen Baden-Württemberg (27,2 %) und Rheinland-Pfalz (26,7 %).

Die Wärmepumpe war 2024 das beliebteste Heizsystem im Neubau – mit den höchsten Quoten in Sachsen-Anhalt (83  %) und im Saarland (82 %). In den Stadtstaaten Hamburg, Berlin und Bremen liegt der Wert unter 50 %, da in den urbanen Strukturen mit vielen Mehrfamilienhäusern und hoher Wärmeverbrauchsdichte eher auf Fernwärme gesetzt wird. Den Bestand mitgerechnet, ist die Zahl der Wärmepumpen im Verhältnis zur Bevölkerung in Rheinland-Pfalz am höchsten. Bei den Wohngebäuden können Bayern, Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz die höchsten Anteile an Wärmepumpen vorweisen.

Das Hintergrundpapier steht zum Download bereit unter unendlich-viel-energie.de/mediathek/publikationen/erneuerbare-waerme-in-den-laendern

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