Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie Entscheidende Daten für den zukünftigen Ausbau der Offshore-Windenergie

Verantwortliche:r Redakteur:in: Konstantin Pfliegl 1 min Lesedauer

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Um die Ausbauziele für Offshore-Windenergie zu erreichen, müssen Windparks in bis zu 350 Kilometer Entfernung vor der Nordseeküste errichtet werden. Doch dafür fehlen Wind- und Meeresdaten.

(Bild:  Fugro Norway)
(Bild: Fugro Norway)

Das Windenergie-auf-See-Gesetz legt die Ausbauziele fest: Bis 2045 sollen in Deutschland mindestens 70 Gigawatt an Leistung aus Offshore-Windenergie zur Verfügung stehen. Dafür braucht es jedoch weitere Windparks in bis zu 350 Kilometer Entfernung vor der deutschen Nordseeküste. Doch in diesen küstenfernen Gebieten fehlen jedoch Daten zu den dort vorherrschenden Wind- und Meeresbedingungen.

Seawatch-Boje von Fugro Norway: So sehen die Messeinrichtungen von oben aus.(Bild:  DWD)
Seawatch-Boje von Fugro Norway: So sehen die Messeinrichtungen von oben aus.
(Bild: DWD)

Hierzu hat das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) Mitte Dezember mit dem Deutschen Wetterdienst (DWD) sowie dem Unternehmen Fugro Norway die mehrjährige Messkampagne „Meteorologische und Ozeanographische Referenzmessungen“ (MeteOR)  gestartet. Das Ziel: die Erfassung der Wind- und Meeresbedingungen in einem Gebiet etwa 280 Kilometer vor der deutschen Nordseeküste. 

Die erhobenen meteorologischen und ozeanographischen Daten sollen die notwendigen Erkenntnisse zur Untersuchung und Bewertung zukünftiger Windparkflächen am Rand der deutschen ausschließlichen Wirtschaftszone (AWZ) liefern.

Messungen vom Meeresboden bis in 250 Meter Höhe

Für die auf mindestens drei Jahre angelegte Kampagne hat Fugro Norway zwei Seawatch-Messbojen im Zielgebiet installiert und zwei Messsysteme am Meeresboden verankert. Die am Meeresboden sowie in den Messbojen installierten Geräte erfassen ozeanographische Daten wie Seegang, Meeresströmung, Temperatur, Salzgehalt, Druck und Sauerstoffgehalt.

Die Messbojen sind zudem mit einem LiDAR-System (Light Detection And Ranging) ausgestattet, das mithilfe von Laserstrahlen Windgeschwindigkeiten in bis zu 250 Meter Höhe misst – dem typischen Höhenbereich moderner Offshore-Windturbinen.

Bereits während der ersten Stürme, die kurz nach der Installation der Systeme über die Nordsee zogen, wurden interessante Daten aufgezeichnet. „Windgeschwindigkeiten von mehr als 90 Kilometern pro Stunde in 160 Meter Höhe und maximale Wellenhöhen von bis zu 11 Meter wurden gemessen“, so Thomas Möller, Sachgebietsleiter im Referat Maritime Klimaüberwachung des DWD.

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