BirdVision Windkraft: Vorsorglicher Vogelschutz für den effizienten Anlagenbetrieb

Von Matthias May 2 min Lesedauer

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Windkraft-Anlagen müssen eine Reihe von Verfahren durchlaufen, um eine Genehmigung zu erhalten. Geprüft wird dabei nicht nur die technische Betriebssicherheit, sondern auch der Schutz der Umwelt – besonders von Vögeln. Die kamerabasierte Warnlösung "BirdVision" meistert das Problem.

Mit Kameras rund um den Turm einer Windkraft-Anlage sorgt BirdVision für eine 360-Grad-Bilderfassung.(Bild:  BirdVision)
Mit Kameras rund um den Turm einer Windkraft-Anlage sorgt BirdVision für eine 360-Grad-Bilderfassung.
(Bild: BirdVision)

Windkraft zählt zu den wichtigsten erneuerbaren Energiequellen in Deutschland. Moderne Windräder prägen im Zuge der Energiewende immer häufiger das Landschaftsbild. Doch bei ihrer Errichtung und dem weiteren Ausbau von Windparks gilt es einige Faktoren zu beachten, die das Genehmigungsverfahren ausbremsen können. Dabei geht es zuvorderst um Bau- und Sicherheitsaspekte, um Abstandsregelungen und Lärmvermeidung. Aber auch der Vogelschutz spielt für die genehmigenden Behörden eine wichtige Rolle.

Windräder sind zweifellos eine potenzielle Gefahr - besonders für Greifvögel. Aus diesem Grund zählt der Artenschutz zu den größten Hemmnissen bei Errichtung und Ausbau von Windkraft-Anlagen. Denn eine Notabschaltung des Anlagenbetriebs schützt zwar das Leben der Vögel - verhindert aber gleichzeitig, dass die Anlage den begehrten „grünen“ Strom erzeugt. Derzeit dauert die Abschaltung einer Windkraft-Anlage oft mehrere Tage – ein hoher wirtschaftlicher Schaden für die Betreiber.

Windkraft: Schutz für die Vögel und Anlagensicherheit

Um diesem Problem entgegenzuwirken, hat die Organisation BirdVision  eine kamerabasierte Lösung entwickelt. Die Lösung gewährleistet einen ausreichenden Schutz für die Vögel – und der Betrieb im Sinne des Artenschutzes gilt als unbedenklich.

BirdVision besteht aus mehreren hochleistungsfähigen, mit Weitwinkelobjektiven ausgestatteten Industriekameras. IP67-Kameragehäuse schützen die Technik im Innern vor Umwelteinflüssen wie Regen, Staub, Hitze und UV-Strahlung. Selbstreinigende Gläser an den Kameras sorgen für eine gute Wahrnehmung bei jeder Witterung. Je nach Topografie sind die Kameras am Turm einer Windenergieanlage in Höhen von 6 m oder bis zu 30 m montiert - beispielsweise am Waldrand bzw. im Wald.

Diese Höhenunterschiede bringen bei der Verkabelung einige Herausforderungen mit sich: Die Leitungen mit Längen von bis zu 50 m müssen die erfassten High-Speed-Daten auf große Distanzen sicher zum Server übertragen. Der Bildverarbeitungsserver, der sich im Turm des Windrads befindet, verarbeitet die Signale des Kamerasystems. Er detektiert Vogelarten und sendet bei Gefahr über die Schnittstelle Stopp-Signale zur Windkraft-Anlage.

Falls notwendig, das heißt, wenn der Vogel in die Gefahrenzone fliegt, sorgen diese Signale dafür, dass die Anlage vorübergehend in den langsam drehenden „Trudelbetrieb“ übergeht. Befindet sich kein Vogel mehr im Gefahrenbereich, wird sie Anlage vollautomatisch wieder in den „Vollbetrieb“ genommen.

Robuste Verkabelung mit schnellen Reaktionszeiten

Dabei darf es kaum keine Laufzeitverzögerung bei den unterschiedlich langen Leitungen geben. Bei derart großen Leitungslängen kann die Übertragungsgeschwindigkeit sehr schnell nachlassen. Den Zuschlag für die Verkabelung hat BirdVision an den Anbieter Metz Connect vergeben, der hoch qualitative Sonderkabel und -längen auch in kleinen Stückzahlen schnell und zuverlässig liefert. Die PUR-Anschlussleitung 142M2X20010 unterstützt die sichere industrietaugliche 10-Gbit-Datenübertragung (Cat. 6A gemäß ISO/IEC-11801).

Windkraft
Die sichere Kabel-Anbindung an den Bildverarbeitungsserver ist die Grundvoraussetzung für einen funktionierenden Betrieb.
(Bild: BirdVision)

Das Antikollisionssystem ist derzeit an vier Windenergieanlagen in zwei verschiedenen Windparks genehmigt. Mit dem intelligenten System erfolgt die „sanfte Rückschaltung“ in den Trudelbetrieb jetzt nur noch, wenn sich ein Greifvogel dem Windrad auf weniger als 200 Meter nähert. Sobald der Vogel den gefährlichen Bereich verlassen hat, wird der Betrieb automatisch wieder aufgenommen.

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