Energiewende mit Meeresnutzung verbinden WIN@Sea vereint Energieerzeugung in Offshore-Windparks mit Algenanbau

Verantwortliche:r Redakteur:in: Konstantin Pfliegl 1 min Lesedauer

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Vattenfall erforscht im Projekt WIN@Sea, wie sich Offshore-Windparks sinnvoll mehrfach nutzen lassen – etwa auch für die Kultivierung von Algen und Muscheln.

(Bild:  Vattenfall)
(Bild: Vattenfall)

Unsere Weltmeere sind zwar groß – und trotzdem wird es eng: Stromerzeugung, Schifffahrt und die Nahrungsmittelproduktion konkurrieren um dieselben Flächen. Vattenfall forscht nun im Projekt WIN@Sea daran, wie sich Algen und Muscheln innerhalb eines Offshore-Windparks kultivieren lassen. So sollen die Windkraftanlagen nicht nur zur nachhaltigen Stromerzeugung, sondern auch nachhaltigen Nahrungsmittelproduktion und zur Regeneration mariner Ökosysteme beitragen.

WIN@Sea ist eines von drei Pilotprojekten im EU-finanzierten Projekt OLAMUR, das noch bis Ende 2026 läuft. Mit dabei sind neben Vattenfall die Universität Aarhus, das National Institute of Aquatic Resource der Technical University of Denmark (DTU Aqua), die Universität Kopenhagen, der Algenproduzenten Kerteminde Seafarm und das öffentliche Aquarium Kattegatcentre. Vattenfall übernimmt im Projekt die Leitung des Arbeitspakets „Sicherheit und Logistik“ und stellt sicher, dass alle Aktivitäten den Offshore-Sicherheitsstandards entsprechen. Zudem stellt das Unternehmen den Demonstrationsstandort für die Hauptaktivitäten bereit. 

WIN@Sea: Algen und Muscheln in dänischen Windpark

Die ersten beiden Wachstumsphasen von Algen und Muscheln fanden im dänischen Windpark Kriegers Flak statt – dem größten Windpark Skandinaviens, etwa 15 Kilometer östlich der Insel Møn. Die Wahl fiel auf diesen Standort aufgrund günstiger Bedingungen wie geringer Schiffsaktivität, geeigneter Wellen- und Strömungsverhältnisse sowie der Nähe zur Küste und zum Vattenfall-Betriebsstandort Klintholm.

Mehrere Kollisionen von Schiffen mit den Strukturen führten jedoch zum Verlust von Algenleinen und Ausrüstung. Dies zeigt, wie wichtig eine bessere Sichtbarkeit und ein höheres Bewusstsein anderer Meeresnutzer für die Aktivitäten im Windpark sind. Zudem erschwerte der niedrige Salzgehalt das Wachstum bestimmter Algenarten wie Zucker-Kelp, was zu geringer Biomasse bei der Ernte führte. Daher wurde das Projekt Ende 2024 auf den Windpark Vesterhav Syd in der dänischen Nordsee ausgeweitet, wo die Salzgehalte bessere Erträge versprechen.

Ein entscheidender Faktor für die Skalierung des Offshore-Algenanbaus wird die Akzeptanz von Algen als alltägliche Nahrungszutat sein.

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