Vernetzung von Heimspeichern Wie virtuelle Kraftwerke das Netz stabilisieren

Quelle: Pressemitteilung 2 min Lesedauer

Die Energiewende bringt das deutsche Stromnetz zunehmend an seine Grenzen. Am stärksten dort, wo sie direkt stattfindet: in den Verteilnetzen. Daher kämpfen besonders Stadtwerke und Verteilnetzbetreiber mit schwankender Einspeisung aus Photovoltaikanlagen, lokalen Überlastungen und einem steigenden Bedarf an Flexibilität. Der Netzausbau gilt zwar als Lösung, ist jedoch teuer und dauert Jahre. Eine praxisnahe, schnell verfügbare Alternative bieten virtuelle Kraftwerke (VPP) von sonnen.

Eine typische sonnen-Batterie bietet eine Leistung von einigen Kilowatt. Das allein würde dem Stromnetz nicht viel bringen. Doch sonnen vernetzt tausende Heimspeicher miteinander, sodass eine steuerbare Leistung von mehreren Megawatt zur Verfügung steht, um das Stromnetz gezielt zu unterstützen. (Bild:  sonnen)
Eine typische sonnen-Batterie bietet eine Leistung von einigen Kilowatt. Das allein würde dem Stromnetz nicht viel bringen. Doch sonnen vernetzt tausende Heimspeicher miteinander, sodass eine steuerbare Leistung von mehreren Megawatt zur Verfügung steht, um das Stromnetz gezielt zu unterstützen.
(Bild: sonnen)

Anstatt auf wenige große Batteriespeicher zu setzen, vernetzt sonnen zehntausende Heimspeicher zu einem digitalen Gesamtsystem. Aktuell kann das Unternehmen täglich bereits 10.000 Haushalte in Deutschland vernetzen und für das Stromnetz bereitstellen, weltweit sind es über 20.000. Diese virtuellen Kraftwerke können innerhalb von Sekunden auf Schwankungen reagieren – direkt dort, wo Energie entsteht oder gebraucht wird. 

Diese Dezentralität ist kein Nischenthema mehr: Heimspeicher stellen mit rund 19 GWh inzwischen die bei Weitem größte Speicherkapazität in Deutschland. Zum Vergleich: Alle industriellen Großspeicher zusammen kommen auf etwa 3 GWh. Damit liegt in den Kellern und Garagen deutscher Haushalte ein enormes, bislang weitgehend ungenutztes Potenzial – theoretisch sofort verfügbar, insbesondere, wenn künftig intelligente Messsysteme (Smart Meter) flächendeckend eingesetzt werden.

Netzstabilisierung auf Straßenebene

Für Stadtwerke und Netzbetreiber eröffnet das VPP völlig neue Möglichkeiten. Wird in einem Straßenzug an sonnigen Tagen zu viel Solarstrom eingespeist, puffert das VPP die überschüssige Energie lokal ab. Bei Engpässen gibt es gezielt wieder Strom ins Netz zurück. Das funktioniert straßengenau und reduziert Spitzenlasten, ohne dass Transformatoren oder Leitungen verstärkt werden müssen. So lassen sich Investitionen in den Netzausbau gezielt vermeiden oder zumindest verschieben.

Eine der wichtigsten Aufgaben des virtuellen Kraftwerks von sonnen ist das Bereitstellen von Regelleistung wie FCR für das  Aufrechterhalten der Netzfrequenz von 50 Hz.(Bild:  sonnen)
Eine der wichtigsten Aufgaben des virtuellen Kraftwerks von sonnen ist das Bereitstellen von Regelleistung wie FCR für das Aufrechterhalten der Netzfrequenz von 50 Hz.
(Bild: sonnen)

Mit dem Solarspitzengesetz und dem § 14a EnWG erhalten Haushalte einen klaren Anreiz, ihre Energieflüsse intelligent zu steuern. Wer Eigenverbrauch, Einspeisung und Speicher digital vernetzt, kann diese Anforderungen bestens abdecken. Haushalte, die ihre sonnen-Batterie in das VPP einbinden, erfüllen nicht nur die gesetzlichen Anforderungen, sondern können aktiv am Energiemarkt teilnehmen. Das schafft zusätzliche Einnahmemöglichkeiten und macht die Investition in einen Heimspeicher wirtschaftlich noch attraktiver, sodass hier kaum öffentliche Investitionen notwendig sind.

Virtuelle Kraftwerke sind technologisch erprobt und sicher

Das sonnen-VPP wurde erstmals 2018 für die Erbringung von FCR vom Übertragungsnetzbetreiber Tennet präqualifiziert. Mittlerweile gilt das auch für die Regelzonen von Amprion und TransnetBW. Es ist außerdem in den USA und Belgien erfolgreich im Einsatz – jeweils unter unterschiedlichen regulatorischen Rahmenbedingungen und Dienstleistungen. Das System reagiert automatisiert auf Frequenzabweichungen und Preissignale und kann Leistung in Echtzeit bereitstellen.

Die sonnen-Batterie mit ihrem integrierten Energiemanager ist gleichzeitig die Schnittstelle zu anderen Geräten im Haus wie Wärmepumpe oder Charger oder auch zum Energiemarkt. Zentrales Element für das virtuelle Kraftwerk ist der Smart Meter.(Bild:  sonnen)
Die sonnen-Batterie mit ihrem integrierten Energiemanager ist gleichzeitig die Schnittstelle zu anderen Geräten im Haus wie Wärmepumpe oder Charger oder auch zum Energiemarkt. Zentrales Element für das virtuelle Kraftwerk ist der Smart Meter.
(Bild: sonnen)

Ein wichtiger Aspekt in Zeiten globaler Abhängigkeiten: Das Unternehmen sonnen betreibt seine IT-Infrastruktur vollständig in Deutschland und unterliegt damit den europäischen Datenschutz- und Sicherheitsstandards. Für Netzbetreiber ist das ein Pluspunkt – insbesondere im Kontext der aktuellen Diskussion über die Datensouveränität und Sicherheit bei chinesischen Wechselrichtern und Komponenten.

Fazit

Virtuelle Kraftwerke wie das von sonnen verbinden tausende kleine Speicher zu einem großen Ganzen – und machen das Stromsystem flexibler, sicherer und effizienter. Während zentrale Großspeicher nur punktuell wirken, kann das VPP überall dort aktiv werden, wo Menschen bereits Solarstrom erzeugen und speichern können. So entsteht eine neue Form der Energieinfrastruktur: dezentral, digital und bürgernah. Für Netzbetreiber bedeutet das, die Energiewende nicht mit mehr Kupfer, sondern mit mehr Intelligenz zu gestalten – ganz nach dem Prinzip: nicht härter arbeiten, sondern smarter.

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