Bundesverband Neue Energiewirtschaft Studie: Solarparks fördern die Biodiversität

Verantwortliche:r Redakteur:in: Konstantin Pfliegl 1 min Lesedauer

Der Bundesverband Neue Energiewirtschaft untersuchte die Flora und Fauna in Photovoltaik-Freiflächenanlagen. Das Ergebnis: Solarparks auf landwirtschaftlichen Flächen erhöhen die Biodiversität.

(Bild:  Tameem / Adobe Stock)
(Bild: Tameem / Adobe Stock)

Die Studie „Artenvielfalt im Solarpark – Eine bundesweite Feldstudie“ des Bundesverbands Neue Energiewirtschaft (bne) untersuchte insgesamt 30 Solarparks in 10 Bundesländern sowie eine der Sonne nachgeführte „Tracker-Anlage“ in Dänemark. Die Ergebnisse der weltweit umfangreichsten Untersuchung zu Artenvielfalt in Solarparks auf Landwirtschaftsflächen fand dabei heraus, dass Solarparks die Biodiversität fördern.

Die Studie basiert auf über 100 Einzeluntersuchungen und insgesamt 40 Untersuchungsberichten mit Arterfassungen zur Pflanzenwelt, zu Vögeln, Tagfaltern, Heuschrecken, Fledermäusen, Reptilien sowie in geeigneten Solarparks mit Gewässern auch zu Amphibien und Libellen.

Gut geplante Solarparks sind ein Mehrwert für die Artenvielfalt

Laut dem Biologen Dr. Tim Peschel, einer der Koordinatoren der Studie, können Solarparks eine wichtige Rolle für die Steigerung der Artenvielfalt in Deutschland spielen: „ Die zentrale Erkenntnis besteht darin, dass gut geplante Solarparks auf ehemaligen Agrarflächen einen echten Mehrwert für die Artenvielfalt im Vergleich zur Vorhersituation darstellen. Dabei haben wir die richtige Pflege als einen der entscheidenden Faktoren für die Artenvielfalt festgestellt.“

Im Rahmen der Studie wurden insgesamt 385 Pflanzenarten, 30 Heuschreckenarten, 36 Tagfalter, drei Reptilienarten, 32 Brutvogelarten und 63 Vogelarten als Nahrungsgäste sowie 13 Fledermausarten nachgewiesen. Hinzu kommen 13 Libellenarten und acht Amphibienarten.

„PV-Freiflächenanlagen bieten in der strukturarmen Agrarlandschaft für viele Arten ein Mosaik neuer, offensichtlich geeigneter Lebensräume“, stellt Dr. Tim Peschel fest. Zunehmend würden sie von Tieren und Pflanzen als Lebensraum entdeckt und genutzt. Das dort vorhandene Nahrungsangebot sei für Vögel und Fledermäuse eine elementare Voraussetzung, um sie als Lebensraum dauerhaft nutzen zu können.

Für hohe Artenvielfalt im Solarpark ist neben der Bauweise auch die richtige Flächenbewirtschaftung entscheidend, zum Beispiel durch Mahd und Mahdgutabfuhr oder durch schonende Beweidung.

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