Seetüchtiges Solarenergiesystem Solar-Flatrack-Anlage für Küstenschiff

Quelle: Pressemitteilung 2 min Lesedauer

Nach zwei Pilotprojekten in drei Jahren, die Vertom erfolgreich mit Wattlab durchgeführt hat, entschied sich das weltweit tätige Schifffahrts-, Handels- und maritime Dienstleistungsunternehmen sein neuestes Küstenschiff „MV Vertom Tula“ mit einer Solarleistung von 79 kWp ausstatten zu lassen – als erstes Seeschiff überhaupt.

Das Küstenschiff „MV Vertom Tula“ versorgt über ein seetüchtiges Solarenergiesystem unter anderem seine Bordsysteme mit Strom.(Bild:  Wattlab)
Das Küstenschiff „MV Vertom Tula“ versorgt über ein seetüchtiges Solarenergiesystem unter anderem seine Bordsysteme mit Strom.
(Bild: Wattlab)

Der niederländische maritime Solarspezialist Wattlab hat Vertom ein seetüchtiges Solarenergiesystem für die MV Vertom Tula bereitgestellt – ein diesel-elektrisches Mehrzweckfrachtschiff mit einer Tragfähigkeit von 7.280 dwt. Die Solaranlage stellt laut Betreiber einen Meilenstein für die nachhaltige Schifffahrt dar. Wattlab hat dafür 44 Solarflatracks geliefert und installiert, die die Bordsysteme mit Strom versorgen und die Hotelbelastung um 20 % reduzieren.

Schnelle Installation

Um die neue Technologie und deren Vorteile zu verstehen, führte Vertom zwei Pilotprojekte mit Wattlab durch, bevor sich das Unternehmen entschied, sein neues Schiff vollständig damit auszustatten. Nach der Produktion und Montage in den neuen Wattlab-Produktionsstätten in Rotterdam wurden die 44 Solar-Flatracks im Hafen von Harlingen an einem Tag installiert. 

Bo Salet, Mitbegründer und CEO von Wattlab, betont, dass sich die Solarflatracks mithilfe von Container-Twistlock-Verschlüssen schnell montieren lassen: "Für Reeder ist Zeit Geld. Daher sind Schnelligkeit und Benutzerfreundlichkeit wichtig. Außerdem wissen wir, dass auch Platz Geld ist. Wenn die Paneele entfernt werden müssen, etwa um Platz für eine spezielle Ladung zu schaffen, kann die Besatzung sie problemlos stapeln und auf der Grundfläche eines 20-ft-Containers lagern."

Küstenschiff operiert unter schwierigen Bedingungen

"Während der Pilotphase haben die Testergebnisse gezeigt, dass das Solar-Flatrack-System unter den schwierigen Bedingungen der Küstenschifffahrt gut funktioniert", sagt Thomas van Meerkerk, Business Development Manager bei Vertom. "Aufgrund der Ergebnisse unserer Untersuchungen und der Untersuchungen von TNO in den letzten Monaten halten wir das Solarflatrack von Wattlab für eine wirksame Option zur Reduzierung von Treibhausgas- und Schadstoffemissionen. Natürlich hängen diese Dinge auch von den Bedingungen ab, unter denen unsere Schiffe operieren. Aber es ist klar, dass das System sowohl einen positiven ROI erzielen als auch zur CO₂-Reduzierung in der Schifffahrt beitragen kann."

44 Solarflatracks erzeugen eine Leistung von insgesamt 79 kWp.(Bild:  Wattlab)
44 Solarflatracks erzeugen eine Leistung von insgesamt 79 kWp.
(Bild: Wattlab)

Salet fügt hinzu: "Ein weiterer Vorteil ist, dass die Paneele während des Be- und Entladens auf den Lukendeckeln bleiben können. Die Besatzung war zunächst skeptisch und befürchtete viel zusätzliche Arbeit. Sie stellte jedoch schnell fest, dass Solar Flatracks in der Praxis einfach zu handhaben sind und nur geringen Wartungsaufwand erfordern. So bildet sich beispielsweise keine Salzkruste, weil das Wasser ungehindert von den Paneelen abfließen kann."

Skalierbare Solarlösungen für Schifffahrt

Die Inbetriebnahme des ersten vollwertigen Systems auf einem Küstenschiff ist ein wichtiger Schritt in der Entwicklung von Strategien zur Dekarbonisierung der Schifffahrt. Angesichts des zunehmenden regulatorischen Drucks und der volatilen Kraftstoffpreise suchen Reeder und Betreiber nach Möglichkeiten, ihren Energiemix an Bord zu diversifizieren. Die skalierbare Solarlösung von Wattlab bietet nun eine praktische und bewährte Lösung für Küsten- und Kurzstreckenschiffe. Das Projekt schafft die Voraussetzungen für eine breitere Einführung in der gesamten Branche und ermöglicht Emissionsreduktionen, Kraftstoffeinsparungen und Energieunabhängigkeit, ohne die Deckfläche oder die Flexibilität beim Ladungsumschlag zu beeinträchtigen.

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