Energiewende Smart Grid: Bad Reichenhall macht sein Stromnetz intelligent

Verantwortliche:r Redakteur:in: Konstantin Pfliegl 2 min Lesedauer

Die Stadtwerke Bad Reichenhall digitalisieren ihr Niederspannungsnetz mit einem Smart Grid – ein wichtiger Schritt für die Integration von E-Mobilität, Wärmepumpen und Photovoltaik.

(Bild:  Bad Reichenhall Tourismus & Stadtmarketing)
(Bild: Bad Reichenhall Tourismus & Stadtmarketing)

Die bayerische Kur- und Erholungsstadt Bad Reichenhall mit ihren rund 20.000 Einwohnern steht vor der Aufgabe, ihre Strominfrastruktur an die wachsenden Anforderungen anzupassen. Mit zunehmender Elektromobilität wird eine leistungsfähige Ladeinfrastruktur immer wichtiger. Auch die Zahl an Photovoltaikanlagen und Wärmepumpen nimmt immer mehr zu. Dies alles erfordert den Einsatz innovativer Technologien, um Spannungsprobleme im Niederspannungsnetz zu vermeiden und das Stromnetz zielgerichtet auszubauen. Die Lösung ist ein intelligentes Stromnetz, ein Smart Grid.

Smart Grid: Intelligentes Netz für die Herausforderungen der Zukunft

Die Stadtwerke Bad Reichenhall haben bis Ende des Jahres die Abbildung von 130 Ortsnetzstationen in der Smart Grid Operation Platform (SGOP) von Vivavis beauftragt. Damit wird das gesamte Niederspannungsnetz der Stadtwerke sowie das einer benachbarten Gemeinde, für die sie die Betriebsführung übernehmen, in die SGOP integriert. Bereits zahlreiche Stationen wurden messtechnisch erfasst, und das Projekt soll konsequent fortgeführt werden: Jährlich sollen etwa 20 Stationen mit Abgangsmessungen ausgestattet werden. Bis 2028 sollen nach aktueller Planung alle Ortsnetztransformatoren mit Vivavis-Fernwirktechnik ausgerüstet sein.

Zentrale Prozesse sind die Niederspannungsnetzführung und das Netzmonitoring, die zunächst umgesetzt werden. Das Schließen des Regelkreises durch das Steuern von Lasten und Erzeugern kann zu einem späteren Zeitpunkt erfolgen.

Zunächst wird mithilfe bereitgestellter Stamm- und GIS-Daten ein digitaler Zwilling – das SGOP-Netzmodell – erstellt. Netzmonteure können Änderungen von Schalter- und Sicherungszuständen direkt im Außendienst über Tablets dokumentieren und Provisorien wie Erdungen oder Trennungen für alle sichtbar einpflegen.

Nicht nur Messdaten aus Ortsnetzstationen werden im digitalen Zwilling angezeigt, genauso werden die Daten von intelligenten Messsystemen (iMSys) in der SGOP integriert. So kann der Netzbetreiber künftig gezielt erkennen, in welchen Netzgebieten Handlungsbedarf besteht.

„Maximale Transparenz im Niederspannungsnetz ist angesichts des Zuwachses an E-Fahrzeugen, Wärmepumpen und PV-Anlagen eine entscheidende Grundlage für die erfolgreiche Energiewende in unserem Netzgebiet“, so Peter Fösel, Vorstand der Stadtwerke Bad Reichenhall.  Daher habe man die die Smart Grid Operation Platform (SGOP) beauftragt, um die Prozesse zur Niederspannungsnetzführung und zum Netzmonitoring umfassend zu digitalisieren.

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