Die Energiewelt durchläuft seit einigen Jahren einen tiefgreifenden Wandel. Übertragungs- und Verteilnetzbetreiber (ÜNB und VNB) sehen sich dabei ständig neuen, komplexen Herausforderungen gegenüber. Um die Stabilität der Stromnetze zu gewährleisten, führt kein Weg an smarten Technologien vorbei.
Die Volatilität der erneuerbaren Energien und der steigende Energiebedarf stellen große Herausforderungen für die Netzstabilität dar.
(Bild: stock.adobe.com - GT77)
Besonders Automatisierung und Digitalisierung spielen dabei eine Schlüsselrolle, weil sie eine effiziente Steuerung und Überwachung des Netzes ermöglichen. Um in dieser dynamischen Phase der Energiewende die Stabilität der Stromnetze zu sichern, sollten Übertragungs- und Verteilnetzbetreiber bei der Automatisierung vor allem drei Erfolgsfaktoren im Blick behalten: Skalierbarkeit, Sicherheit und nahtlose Vernetzung.
Aktuelle Herausforderungen für Stromnetze
Eine der größten Herausforderungen für Übertragungs- und Verteilernetzbetreiber ist die ständig wachsende Zahl und Komplexität regulatorischer Anforderungen, die sich regelmäßig ändern und einen hohen Ressourceneinsatz erfordern. Für Netzbetreiber bedeutet dies nicht nur zusätzliche administrative und personelle Aufwendungen, sondern auch kontinuierliche Investitionen in neue Technologien und Prozesse, um die Vorschriften fristgerecht und korrekt umzusetzen. Hinzu kommen die zunehmende Volatilität der erneuerbaren Energien sowie der steigende Energiebedarf, der durch die Elektrifizierung und digitale Transformation weiter ansteigt. In diesem komplexen Umfeld müssen Netzbetreiber Lösungen finden, um sowohl die Netzstabilität zu gewährleisten als auch die regulatorischen Vorgaben effizient zu erfüllen.
Skalierbarkeit: Anpassung an die dynamische Energieversorgung
Die zunehmende Volatilität erneuerbarer Energien sowie das stetige Wachstum des weltweiten Energiebedarfs erfordern ein hohes Maß an Flexibilität und Skalierbarkeit in den Netzsystemen. Während konventionelle Kraftwerke aufgrund ihrer stabilen Erzeugungskapazitäten relativ einfach in die Netzplanung integriert werden können, muss bei erneuerbaren Energien eine dynamischere Steuerung erfolgen. Der verstärkte Ausbau dezentraler Erzeugungsanlagen und die wachsende Integration von Speichertechnologien machen es notwendig, dass die Netze effizient und skalierbar auf die Schwankungen in Angebot und Nachfrage reagieren können.
Moderne Automatisierungssysteme ermöglichen es, den Energiefluss in Echtzeit zu überwachen und zu optimieren. Auch die wachsende Zahl dezentraler Erzeugungsanlagen wie Solar- und Windparks kann durch intelligente Steuerungsmechanismen flexibel in das Netz integriert werden. Dank der Skalierbarkeit lassen sich zusätzliche Erzeugungs- und Speicherkapazitäten nahtlos in das bestehende Netz einbinden, ohne dass umfassende strukturelle Anpassungen erforderlich sind.
Sicherheit: Schutz vor Bedrohungen trotz langer Lebenszyklen
Ein weiteres zentrales Thema für ÜNB und VNB ist die Sicherheit der Netzsysteme. Durch die fortschreitende Digitalisierung und Vernetzung der Stromnetze steigen die Risiken von Cyberangriffen. Um sicherzustellen, dass die Systeme trotz ihrer langen Lebenszyklen auf dem neuesten Stand gehalten bleiben und den wachsenden Sicherheitsanforderungen entsprechen, sind kontinuierliche Softwareupdates unerlässlich. Herstellerunabhängige Systeme, die auf offenen Standards und interoperablen Schnittstellen basieren, bieten hier entscheidende Vorteile. Sie ermöglichen die Integration von Technologien verschiedener Hersteller und schaffen ein flexibles, zukunftssicheres System. Diese Systeme unterstützen den interdisziplinären Einsatz und bieten die Möglichkeit, sowohl bestehende als auch neue Technologien nahtlos miteinander zu kombinieren.
Vernetzung: Grundlage für eine effiziente Zusammenarbeit
Die wachsende Vernetzung von Komponenten in einem zunehmend heterogenen Umfeld ist unverzichtbar für eine zuverlässige Energieversorgung. Insbesondere in Zeiten dezentraler Erzeugung und hoher Volatilität sind eine intelligente Vernetzung und die nahtlose Integration von verschiedenen Energiequellen und -speichern notwendig. Automatisierte Plattformen gestatten eine kontinuierliche Kommunikation und Datenverarbeitung zwischen den verschiedenen Netzkomponenten und gewährleisten eine präzise Echtzeitsteuerung des Energieflusses. Moderne Visualisierungstechnologien ermöglichen es Netzbetreibern, alle relevanten Daten übersichtlich darzustellen und zu analysieren. So können sie Veränderungen in der Netzlast frühzeitig erkennen und Entscheidungen auf Basis fundierter Daten treffen. Zudem erlaubt der sichere mobile Zugriff über verschiedene Endgeräte eine flexible und effiziente Instandhaltung. Mitarbeiter können ortsunabhängig auf wichtige Informationen zugreifen und schnell beurteilen, ob ein Eingriff vor Ort erforderlich ist. Dadurch wird ein flexibler Personaleinsatz in der Instandhaltung gewährleistet.
Fazit
Steigende regulatorische Anforderungen, die Folgen der Energiewende sowie wachsende Ansprüche an Flexibilität und Sicherheit stellen Übertragungs- und Verteilernetzbetreiber vor große Herausforderungen. Automatisierung, skalierbare Systeme und eine intelligente Vernetzung sind konkrete Lösungsansätze, um die Netzstabilität sicherzustellen. Gleichzeitig muss die Sicherheit der Netze durch kontinuierliche Updates und die Integration fortschrittlicher Sicherheitsmechanismen gewährleistet werden, um den langfristigen Betrieb auch angesichts zunehmender Bedrohungen und Anforderungen zu garantieren. Copa-Data bietet mit der „zenon Energy Edition“ eine Lösung, die Übertragungs- und Verteilernetzbetreiber dabei unterstützt, ihre Netze skalierbar, sicher und effizient zu gestalten, um den Anforderungen der modernen Energiewelt gerecht zu werden.
Stand: 16.12.2025
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