Offshore-Strom aus der Sonne RWE und SolarDuck installieren vor Scheveningen eine schwimmende PV-Anlage

Quelle: Pressemitteilung 2 min Lesedauer

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Mit einer Peak-Leistung von 0,5 Megawatt soll ein schwimmender Solarpark künftig Sonnenenergie von dort liefern, wo bisher nur der Küstenwind Energielieferant war: Vor der niederländischen Küste haben RWE und SolarDuck die schwimmende PV-Insel „Merganser“ installiert – als Pilotprojekt für weitere, größere Anlagen.

(Bild:  SolarDuck)
(Bild: SolarDuck)

12 Kilometer vor der Küste bei Scheveningen ankert in einer Wassertiefe von 20 m seit kurzem eine große, blinkende Insel aus PV-Modulen: Sie besteht aus sechs miteinander verbundenen dreieckigen Plattformen, speziell dafür geschaffen, den extremen Sonne-, Wind- und Wettereinflüssen unter Offshore-Bedingungen standzuhalten. „Merganser“ (zu deutsch: Gänsesäger) hat die norwegisch-niederländische Betreiberfirma SolarDuck ihre ungewöhnliche Konstruktion getauft – derzeit der größte schwimmende Solarpark Europas.  

Die Einzel-Plattformen, bestehend aus Hunderten von PV-Modulen, hat SolarDuck in rund 20 Metern Wassertiefe mit einem Verankerungssystem verbunden, sodass sie mehrere Meter über dem Wasser schwimmen und dem Seegang wie ein Teppich folgen. In mehreren Metern über der Wasseroberfläche schwebend, sollen die kritischen Komponenten der „Meergans“ trocken, sauber und stabil gehalten, die strukturelle Integrität der Gesamtkonstruktion bewahrt werden. 

Als Spezialist für Offshore-Windanlagen begleitet RWE das spannende Pilotprojekt mit seiner Konzern-Expertise in der Stromversorgung. Die verankerungstechnischen, strukturellen und elektrischen Konstruktionen sollen erprobt werden und neue Erkenntnisse über Herstellungs-, Montage-, Installations- und Instandhaltungsmethoden liefern. Denn die sind erforderlich, um entscheiden zu können, ob schwimmende Solarparks auf dem Meer für einen künftigen kommerziellen Einsatz geeignet sind.

Auch ökologische Folgen werden erforscht

Zwei Jahre lang überwachen die Betreiber die Merganser-Plattform mit mehr als 180 Sensoren, die auch die strukturelle Belastung, die Belastung der Verankerung sowie das Auf und Ab der elektrischen Leistung aufzeichnen. Als wissenschaftlicher Partner begleitet Deltares, ein niederländisches Institut für angewandte Forschung, das Projekt, um auch die ökologischen Auswirkungen sorgfältig zu ermitteln.

„Mit Merganser sammeln wir aus erster Hand Erfahrungen in einer der herausforderndsten Offshore-Umgebungen weltweit“, erläutert Sven Utermöhlen, CEO der RWE-Unit Offshore Wind. „Allein oder in Kombination mit Offshore-Windanlagen könnten schwimmende Solarparks künftig neue Chancen für eine nachhaltige Stromerzeugung auf dem Meer eröffnen – besonders in Ländern, in denen zwar der Wind nicht so heftig bläst, die aber dafür mehr Sonneneinstrahlung aufweisen.“

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