Resilienz-Fahrplan Permanentmagnet-Generatoren: Bund will die China-Abhängigkeit verringern

Verantwortliche:r Redakteur:in: Konstantin Pfliegl 1 min Lesedauer

Permanentmagnet-Generatoren machen Windanlagen effizienter. Doch die Magnete kommen hauptsächlich aus China. Eine Resilienz-Roadmap soll die Abhängigkeit vom Reich der Mitte reduzieren.

(Bild:  © Matvejs/stock.adobe.com)
(Bild: © Matvejs/stock.adobe.com)

Sogenannte Permanentmagnet-Generatoren machen Windenergieanlagen effizienter, kompakter und wartungsärmer. Vor allem im Offshore-Bereich sind bedeutend für eine zuverlässige und wirtschaftliche Stromerzeugung. Das Problem: Die dafür benötigten Permanentmagnete stammen derzeit fast ausschließlich aus China – das gilt auch für die seltenen Erden, aus denen sie gefertigt werden.

Unsere Wirtschaft braucht jedoch robuste und widerstandsfähige Lieferketten – das gilt gerade auch für die Schlüsseltechnologien der Energiewende wie Windturbinen. Um übermäßige Import-Abhängigkeiten von einzelnen Staaten zu vermeiden, hat die europäische Windindustrie gemeinsam mit dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) einen Plan vorgelegt, wie der Anteil chinesischer Permanentmagnete in Windturbinen zukünftig reduziert werden soll.

Permanentmagnet-Generatoren: Resilienz-Roadmap

Deutschland und Europa haben eine starke Windindustrie, die laut Bundeswirtschaftsministerium gezielt gestärkt und weiterentwickelt werden soll. Dazu gehört auch, dass zentrale Komponenten wie Permanentmagnete jederzeit verlässlich verfügbar sind. Kritische Abhängigkeiten, etwa bei seltenen Erden aus einzelnen Drittstaaten, sollen systematisch reduziert werden.

Die neue Roadmap „Von der europäischen Windindustrie erarbeiteter Resilienz-Fahrplan für Permanentmagnete“ soll diesen Weg aufzeigen: Die vergangene Woche veröffentlichte Resilienz-Roadmap hat das Ziel, dass 30 Prozent der Permanentmagneten bis 2030 und 50 Prozent der Permanentmagneten bis 2035 aus alternativen Bezugsquellen stammen.

Zu den Maßnahmen, mit denen das BMWE die Bemühungen der Industrie zur Diversifizierung unterstützt, zählen unter anderem die Auslandsinvestitionsförderung, der Rohstofffonds, die Energieforschung, aber auch die Flankierung von Partnerschaften mit befreundeten Staaten wie Australien oder Japan.

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