Bauhaus-Architektur und moderne Energietechnologie ORC-Projekt für die Kristall-Glasfabrik Amberg

Quelle: Pressemitteilung 2 min Lesedauer

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E.on Energy Infrastructure Solutions und Orcan Energy haben in der "Glaskathedrale" von Walter Gropius, dem Produktionsstandort der Kristall-Glasfabrik Amberg, eine hochmoderne ORC-Anlage in Betrieb genommen. Das Verfahren optimiert den Energieverbrauch in der energieintensiven Glasproduktion und senkt die CO₂-Emissionen des produzierenden Unternehmens. Der denkmalgeschützte Industriebau aus dem Jahr 1970, eines der letzten Projekte von Bauhaus-Gründer Walter Gropius, wird damit fit für die nachhaltige Glasproduktion der Zukunft gemacht.

E.on Energy Infrastructure Solutions und Orcan Energy haben in der Kristall-Glasfabrik Amberg eine ORC-Anlage installiert, die den Energieverbrauch und die CO₂-Emission in der Glasproduktion senken wird. (Bild: Kristall-Glasfabrik Amberg)
E.on Energy Infrastructure Solutions und Orcan Energy haben in der Kristall-Glasfabrik Amberg eine ORC-Anlage installiert, die den Energieverbrauch und die CO₂-Emission in der Glasproduktion senken wird.
(Bild: Kristall-Glasfabrik Amberg)

Rund 23 Millionen hochwertige Kelch- und Kristallgläser werden jährlich in der Kristall-Glasfabrik Amberg als Tischware produziert. Um die Glasproduktion, die mit einem hohen Energiebedarf von circa 70 GWh verbunden ist, effizienter zu gestalten, wurde nun eine innovative Abwärmeanlage auf Basis des ORC-Verfahrens (Organic Rankine Cycle) errichtet.

Die ORC-Anlage wandelt die im Produktionsprozess entstandene Abwärme in elektrische Energie um. Der erzeugte Strom kann ohne zusätzlichen Brennstoffeinsatz direkt vor Ort genutzt werden. Dies ermöglicht eine prozessintegrierte und zugleich resiliente Energieversorgung, die zur Stabilität und Effizienz des Gesamtsystems beiträgt.

ORC-Lösung gestaltet Glasproduktion nachhaltiger

"Die bei der Produktion entstandene Energie erneut zu verwenden und nicht ungenutzt an die Umwelt abzugeben, ist ein immenser Fortschritt in der Erweiterung der Wertschöpfungskette und bringt in diesem historischen Setting moderne Technik mit prägender deutscher Baukunst aus dem 20. Jahrhundert zusammen. Die Herausforderung in der Umsetzung bestand in der Planung: Die bauliche Durchführung des Projekts musste in einem Zeitfenster von sechs Wochen, während der sogenannten ‚Wannenrevision‘ durchgeführt werden. Diese Erneuerung der Glasschmelzwanne findet alle zwölf Jahre statt – das Timing war von besonderer Bedeutung", so Christopher Link, Projektleiter seitens E.on.

"Das gemeinsame Projekt mit E.on und der Kristall-Glasfabrik Amberg GmbH zeigt eindrucksvoll, wie ORC-Lösungen eingesetzt werden können, um die Energieeffizienz zu steigern und Industrieprozesse wie die Glasproduktion nachhaltiger zu gestalten", fasst Markus Lintl zusammen, Sales Director Europe bei Orcan.

Nutzung von Abwärme als Schlüssel zur Energieeffizienz

Für den Produktionsprozess wird die Glaswanne kontinuierlich auf eine Schmelztemperatur von knapp 1.500 °C erhitzt. Dabei entstehen heiße Abgase, deren Energie bisher ungenutzt blieb. Mithilfe eines Wärmetauschers wird diese Abwärme auf ein Glykol-/Wassergemisch übertragen, wodurch eine organische Flüssigkeit erhitzt wird und innerhalb der ORC-Anlage verdampft. Der entstehende Dampf treibt eine Expansionsmaschine an, die mithilfe eines Generators Strom erzeugt. Nach der Stromerzeugung wird der Dampf im Kondensator wieder verflüssigt und dem Kreislauf erneut zugeführt.

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