Niedersachsen Windenergie kommt mit weniger Fläche aus als Golfplätze

Verantwortliche:r Redakteur:in: Konstantin Pfliegl 1 min Lesedauer

Erneuerbare Energien benötigen Fläche – aber weniger, als man denkt. Ein Vergleich der Klimaschutz- und Energieagentur Niedersachsen zeigt: Windenergie hat einen geringeren Flächenbedarf als Golfplätze.

(Bild:  Barosanu / Adobe Stock)
(Bild: Barosanu / Adobe Stock)

Die Windenergie ist einer der wichtigen Pfeiler der Energiewende in Deutschland. Allein Niedersachsen möchte damit bis zum Jahr 2035 eine Leistung von 30 Gigawatt erreichen. Und um das zu schaffen, benötigt man Platz für die Windräder. Und der Platzbedarf ist gar nicht so groß, wie man denkt. Ein Vergleich der Klimaschutz- und Energieagentur Niedersachsen (KEAN) kommt zu dem Ergebnis, dass die Golfplätze in dem Bundesland einen höheren Flächenbedarf haben.

Flächennutzungskarte für Niedersachen: Sie zeigt, dass der Flächenbedarf für Windenergie geringer ist, als viele denken.(Bild:  Klimaschutz- und Energieagentur Niedersachsen (KEAN))
Flächennutzungskarte für Niedersachen: Sie zeigt, dass der Flächenbedarf für Windenergie geringer ist, als viele denken.
(Bild: Klimaschutz- und Energieagentur Niedersachsen (KEAN))

Um die Auswirkungen des Windenergieausbaus besser einzuschätzen, ist zwischen der Ausweisung von Vorranggebieten und dem tatsächlichen Flächenverbrauch zu unterscheiden. Während Vorranggebiete laut der KEAN ein planerischer Begriff für eine Kulisse beschreibt, liegt der tatsächliche Flächenverbrauch pro Windenergieanlage bei lediglich 0,5 Hektar. Die Windenergieanlagen in Niedersachsen, die für das 30-GW-Ziel nötig sind, würden insgesamt 0,09 Prozent der Landesfläche benötigen – und damit weniger als die dortigen Golfplätze (0,1 Prozent).

Windenergie, Ackerland oder Golfplätze: Karte verdeutlicht die Größenordnungen

Eine Karte der Klimaschutz- und Energieagentur Niedersachsen zeigt die proportionalen Anteile verschiedener Nutzungskategorien an der Gesamtfläche des Bundeslandes Niedersachsen. Um die Flächenverhältnisse darzustellen, hat die KEAN die Daten in sinnvolle Cluster zusammengefasst. So ist die gesamte Waldfläche neben der gesamten Wohnbaufläche et cetera dargestellt. Grundlage der Visualisierung sind amtliche Flächenerhebungen.

„Unsere Karte zur Flächennutzung soll zur Versachlichung der Debatte beitragen“, erklärt Dr. Sarah Kajari-Schröder, Leiterin des Fachbereichs Erneuerbare Energien der KEAN. Sie zeige, dass der Ausbau erneuerbarer Energien in Niedersachsen mit Augenmaß erfolgt und der Flächenbedarf im Vergleich zu anderen Nutzungsformen oft überschätzt werde.

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