Mobiles Prüflabor für Photovoltaikmodule

Verantwortlicher Redakteur:in: Michael Hobohm 1 min Lesedauer

TÜV Rheinland hat ein mobiles Labor zur Prüfung von Photovoltaik-Modulen auf den Markt gebracht: das "Mobile Solar Lab". Anbieter und Anwender müssen ihre PV-Module daher nicht mehr ins Labor bringen, stattdessen kommt das Labor zum Modul. Gerade bei größeren Solarparks, bei denen Chargenprüfungen mehr als tausend Module enthalten können, sparen Marktakteure so viel Zeit wie auch Prüf- und Speditionskosten ein.

(Quelle:  TÜV Rheinland)
(Quelle: TÜV Rheinland)

„Rein rechnerisch kann TÜV Rheinland mit dem Mobile Solar Lab jährlich circa 30.000 Module testen. Dieses Stichprobenvolumen entspräche einer kumulierten Anschlussleistung von rund 1 GWp oder mehr als 1 Millionen PV-Module", kalkuliert PV-Experte Uwe Hupach von TÜV Rheinland zum PV-Prüflabor.

Das Mobile Solar Lab ist in ein Nutzfahrzeug eingebaut. Es verfügt über alle technischen Voraussetzungen, die für stichprobenartige Chargenmessungen vor der Installation von PV-Modulen notwendig sind. Bis zu 150 Module pro Tag können die Expertinnen und Experten von TÜV Rheinland damit prüfen. Nicht selten umfasst eine Stichprobe mehrere hundert bis tausend Module.

Stationäre und mobile Varianten gefragt

Mit konventionellen Prüfmethoden – inklusive Abbau und Transport zu einem stationären Labor – würde dies mehrere Wochen dauern, statt weniger Tage mit dem mobilen Labor. Damit zahlt das neue Prüfverfahren auch auf eine Beschleunigung der Energiewende ein.

Stationäre Labore werden in Zukunft trotzdem nicht obsolet sein. „Für viele vorgelagerte Tests sind besondere Gerätschaften wie Klimakammern, Hagelmaschinen oder mechanische Belastungsprüfstände nötig“, betont Hamza Maaroufi von TÜV Rheinland. Jedoch: „Im Bereich der stichprobenartigen Chargenmessung sind wir zuversichtlich, dass das Konzept des mobilen PV-Labors das Modell der Zukunft sein wird.“  

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