Datenanalysen Vattenfall: So optimiert Künstliche Intelligenz die Energiewende

Verantwortliche:r Redakteur:in: Konstantin Pfliegl 2 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Künstliche Intelligenz analysiert Daten, um Risse in Beton zu erkennen oder den Gesundheitszustand von Fischen zu untersuchen – das Energieunternehmen Vattenfall setzt bereits in vielen Bereichen auf KI.

(Bild:  kwanchaift / Adobe Stock)
(Bild: kwanchaift / Adobe Stock)

Künstliche Intelligenz gehört heutzutage in vielen Unternehmen zur Geschäftsstrategie –  auch bei Vattenfall.  Dag Wästlund,  Ingenieur in der Forschungs- und Entwicklungsabteilung beim schwedischen Energiekonzern, beschäftigt sich bereits seit fast einem Jahrzehnt mit diesem Thema. Er leitet den Bereich Data Science und KI. Rund 15 Mitarbeiter entwickeln neue und bessere Methoden zur Datenerfassung und -analyse und optimieren damit die Abläufe bei Vattenfall in nahezu allen Bereichen und bei allen Arten der Stromerzeugung.

„Künstliche Intelligenz wird sich vorteilhaft auf die Effizienz unserer Arbeitsabläufe auswirken und somit auch zum grünen Wandel beitragen. Der Hype um KI und was mit ChatGPT und anderen Modellen alles gemacht werden kann, ist groß, aber KI wird für so viel mehr eingesetzt werden können, als wir bisher gesehen haben“, so Dag Wästlund.

Künstliche Intelligenz erkennt Schäden

Die große Stärke der künstlichen Intelligenz ist ihre Fähigkeit, große Datenmengen zu verarbeiten, zu analysieren und daraus eigenständig Schlussfolgerungen zu ziehen. Im Kraftwerk Goldisthal, dem größten Pumpspeicherkraftwerk Deutschlands, setzt Vattenfall KI ein,  um Drohnenbilder der Staumauer zu prüfen, zu analysieren und Risse zu kartieren.

Im Wasserkraftwerk in Juktan in Schweden wurde mittels Drohnen die gesamte Anlage kartiert, sowohl oberirdisch als auch in den unterirdischen Tunneln. Anschließend wurde eine digitale 3D-Version erstellt, die bei einem geplanten Umbauprojekt zum Einsatz kommen wird. 

Künstliche Intelligenz im Umweltbereich

Mehrere KI-Projekte laufen bei Vattenfall aktuell auch im Umweltbereich. In Aberdeen, Schottland, analysiert künstliche Intelligenz, wie sich die Vögel durch den Windpark bewegen.

In Bruzaholm im schwedischen Småland, stattete Vattenfall Auerhühner mit KI-Kameras und KI-Mikrofonen aus, um ihr Verhalten in der Zeit des Baus eines neuen Windparks zu untersuchen. 

Auch im Bereich Wasserkraft untersucht Vattenfall die Tierwelt mithilfe von KI: Im schwedischen Kraftwerk Stornorrfors im Fluss Ume erfasst eine Kamera nicht nur die Anzahl der Fische, sondern auch deren Gesundheitszustand:. „Wir haben Algorithmen, die Pilzbefall bei Fischen erkennen. Jetzt wollen wir auch deren Länge und Gewicht analysieren, um herauszufinden, wie viel Nahrung den Fischen zur Verfügung stand. Hier gibt es viel Potenzial, und wenn wir diese Technologie an noch mehr Orten einsetzen, verschaffen wir uns einen Überblick über die Bedingungen für die Fische in unseren schwedischen Flüssen“, erklärt Dag Wästlund.

Künstliche Intelligenz zur Betriebsoptimierung

Bei anderen KI-Projekten geht es darum, die Methoden zur Vorhersage zu verfeinern, wann ein Bauteil in einer Anlage ausgetauscht werden muss, um ungeplante Ausfallzeiten zu vermeiden. Im Wärmegeschäft simuliert KI, wie in Vattenfalls Verbrennungsanlagen Schlacke entsteht, und in den Kernkraftwerken sorgt KI für eine optimierte Platzierung der Brennstäbe, je nachdem, wie sie während des Betriebs verbogen wurden.

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung