Kommunale Wärmeplanung Knapp ein Drittel lebt in Kommunen mit fertigem Wärmeplan

Quelle: Pressemitteilung 1 min Lesedauer

Die kommunale Wärmeplanung kommt bundesweit voran. Ende 2025 lebten bereits 29 % der Bevölkerung beziehungsweise 24,2 Millionen Menschen in Deutschland in Gemeinden mit fertiggestelltem Wärmeplan. Das geht aus einer Analyse des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) hervor.

Ende 2025 waren 638 kommunale Wärmepläne fertiggestellt. (Bild:  BBSR)
Ende 2025 waren 638 kommunale Wärmepläne fertiggestellt.
(Bild: BBSR)

Im Ländervergleich lag Baden-Württemberg vorn: Dort lebten 64 % der Bevölkerung in Kommunen mit fertigem Wärmeplan, gefolgt von Schleswig-Holstein (51 %) und Bayern (34 %).

Bis Ende Dezember 2025 hatten 1.359 Gemeinden (rund 13 %) ihre Wärmeplanung fertiggestellt, Ende Mai 2025 waren es noch 488. Weitere 5.157 Kommunen (rund 48 %) hatten Ende Dezember 2025 mit der Erstellung begonnen. Bis Jahresende wurden 638 Wärmepläne erstellt. Viele davon entstanden in interkommunaler Zusammenarbeit (sogenannte Konvois und Gemeindeverbände) und beinhalten daher die Wärmeplanung für mehrere Gemeinden – ein Modell, das vor allem kleinere Kommunen nutzen. Nach Einschätzung des BBSR dürften unter Berücksichtigung der Anzahl an Wärmeplanungen in interkommunaler Zusammenarbeit bis Mitte 2028 nach Ablauf der gesetzlichen Fristen bundesweit mindestens 3.000 Wärmepläne vorliegen.

Jetzt Pläne vor Ort nutzen

Ein Wärmeplan ist ein strategisches Konzept, das aufzeigt, wie die Wärmeversorgung vor Ort künftig klimafreundlich, effizient und möglichst unabhängig von fossilen Energien gestaltet werden kann. Gemeinden mit mehr als 100.000 Einwohnern müssen ihre Pläne bis zum 30. Juni 2026 vorlegen, alle übrigen bis Mitte 2028. Von den 83 Großstädten verfügten Ende 2025 bereits 38 über einen fertigen Wärmeplan.

"Bis Mitte 2026 könnte bei anhaltendem Tempo der kommunalen Wärmeplanung die Hälfte der Bevölkerung in einer Gemeinde mit fertigem Wärmeplan leben", schätzt BBSR-Expertin Andrea Arnold-Drmic ein. Entscheidend sei nun, dass die Pläne vor Ort als realistische Grundlage für die nächsten Schritte der Wärmewende genutzt werden könnten.

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