Jade Hochschule und Tennet Forschungsprojekt: Drohnen und KI optimieren die Wartung von Stromnetzen

Verantwortliche:r Redakteur:in: Konstantin Pfliegl 1 min Lesedauer

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Die Jade Hochschule und Tennet erproben den Einsatz von Drohnen und künstlicher Intelligenz zur effizienten Wartung von Stromnetzen. Hierfür wurde mit dem InnovationLab in einem Umspannwerk eine Testumgebung geschaffen.

(Bild:  © Business Technology/stock.adobe.com)
(Bild: © Business Technology/stock.adobe.com)

Die Inbetriebnahmen, Reparaturen und Wartung der Betriebsanlagen des Stromnetzes in Deutschland sollen wirtschaftlicher, resilienter und klimafreundlicher werden. Das ist das Ziel eines Forschungsprojekts der Jade Hochschule Wilhelmshaven und des Übertragungsnetzbetreibers Tennet Deutschland. Hierfür sollen Drohnen und KI-gestützte Datenauswertungen zum Einsatz kommen.

Das InnovationLab im Umspannwerk Maade in NIedersachsen erstreckt sich über eine Fläche von rund 900 Quadratmetern.(Bild:  Jade Hochschule/Markus Hibbeler)
Das InnovationLab im Umspannwerk Maade in NIedersachsen erstreckt sich über eine Fläche von rund 900 Quadratmetern.
(Bild: Jade Hochschule/Markus Hibbeler)

Die bisher in den Laboren an der Jade Hochschule erforschten Technologien und Methoden sollen zukünftig im Umspannwerk Maade im niedersächsischen Wilhelmshaven in einem realitätsnahen Umfeld getestet und weiterentwickelt werden. Dafür wurde im Umspannwerk mit dem InnovationLab eine Testumgebung geschaffen, die Forschung und Praxis eng miteinander verzahnt.

Forschung am Stromnetz: InnovationLab im Umspannwerk Maade 

Das InnovationLab im Umspannwerk Maade erstreckt sich über eine Fläche von rund 900 Quadratmetern. Der Leistungsumfang nach der ersten Ausbauphase wird eine stufenlos einstellbare Prüfspannung von bis zu 300.000 Volt und Prüfstöme im Kiloampere-Bereich umfassen. 

Durch Verwendung der gleichen Anlagen wie im Übertragungsnetz soll eine absolut realitätsnahe Umgebung für den Drohnenbetrieb erreicht werden. Die verwendete Sensorik beinhaltet LiDAR-Komponenten und spezifische UV-, IR- sowie RGB-Sensor-Systeme. Als Drohnensysteme kommen verschiedene Plattformen mit Dock-Lösungen für den VLOS- (Visual Line Of Sight, Betrieb in Sicht des Piloten) sowie BVLOS-Betrieb (Beyond Visual Line of Sight, Betrieb außerhalb der Sicht des Piloten) und variablen Payloads bis zu fünf Kilogramm zum Einsatz.

„Die Drohnentechnologie erlaubt es, künftig den Bau unseres Stromnetzes zu beschleunigen und den Betrieb durch eine reduzierte Abschaltnotwendigkeit effizienter zu gestalten“, erklärt Tim Meyerjürgens, CEO von Tennet. Drohnen können ihre Arbeiten in der Nähe von Anlagen, die in Betrieb sind, ausführen, ohne dass man hierfür Stromleitungen abschalten müsse.

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