Wind- und Solarpark in der Eifel Hybridpark Hommerdingen-Biesdorf: Vattenfall setzt auch in Deutschland auf die Solar-Wind-Kombi

Verantwortliche:r Redakteur:in: Konstantin Pfliegl 2 min Lesedauer

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Vattenfall baut mit dem Kraftwerk „Hommerdingen-Biesdorf“ seinen ersten Solar-Wind-Hybridpark in Deutschland. Der Vorteil eines Hybridparks: Er liefert gleichmäßig Strom und entlastet das Stromnetz.

(Bild:  © haemye/stock.adobe.com / Symbolbild)
(Bild: © haemye/stock.adobe.com / Symbolbild)

Die Zukunft unserer Stromversorgung liegt in erneuerbaren Energien wie Windkraft oder Photovoltaik. Beide Technologien haben jedoch den Nachteil, dass sie tageszeit- und wetterabhängig sind. Ohne Wind oder bei Bewölkung beziehungsweise nachts erzeugen die Anlagen keinen Strom. Die Lösung: Die Kombination aus Windkraft- und Solaranlagen auf einer gemeinsamen Fläche, sogenannte Solar-Wind-Hybridparks. In der Eifel baut Vattenfall nun seinen ersten Hybridpark in Deutschland. Der Energiekonzern betreibt dieses Konzept bereits seit Jahren in den Niederlanden.

Das Hybrid-Kraftwerk „Hommerdingen-Biesdorf“ soll einmal aus vier Windenergieanlagen des Herstellers Enercon mit einer Nennleistung von zusammen 17 Megawatt (MW) und mehr als 12.000 Solarmodulen mit einer Nennleistung von 7,6 MWp bestehen. Es entsteht auf den Gemarkungen der Gemeinden Hommerdingen (Windpark) und Biesdorf (Solar), die zur Verbandsgemeinde Südeifel unweit der Luxemburgischen Grenze gehören. Nach jetzigem Stand ist die Inbetriebnahme des Hybridparks im Herbst 2026 geplant.

Hybridpark – für eine gleichmäßigere Stromerzeugung

Sonnen- und Windenergie ergänzen sich bei Hybridparks in ihren Erzeugungsprofilen – für eine gleichmäßigere Stromerzeugung. Während die Sonne nur tagsüber Strom liefert, sorgen windige Nächte weiterhin für Energie, was Schwankungen in der  Energieerzeugung minimieren kann.

„Wir freuen uns, dass wir die Kombination aus Wind und Sonne gemeinsam mit unserem Netzpartner Westnetz umsetzen können“, so Philipp Heucke, Leiter des Bereichs Onshore Wind Development bei Vattenfall in Deutschland. Denn die sich gut ergänzenden Erzeugungsprofile von Wind und Solar würden das Verteilnetz gegenüber der jeweils einzelnen Erzeugungstechnologie entlasten. Das führe insgesamt zu einer effizienteren Nutzung der Netzinfrastruktur und reduziere das Risiko der Netzüberlastung.

Mit dem Projekt „Hommerdingen-Biesdorf“ verfolgt Vattenfall den Ansatz, den Solarpark nicht gesondert, sondern über den Windpark an das Verteilnetz des regionalen Betreibers „Westnetz“ anzuschließen. Der Solarpark wird damit technisch quasi wie eine weitere Windturbine betrachtet, so dass nur ein Netzanschluss für die gesamte Anlage nötig ist. Diesem innovativen Konzept hatte Westnetz zugestimmt.

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